Altjührden - Es hat mit Blick auf die vergangenen Jahre absoluten Seltenheitswert, dass der Elsflether TB in der Tabelle vor den Oberliga-Handballern der SG VTB/Altjührden rangiert. Die neue Saison 2022/2023 ist zwar noch jung. Dennoch unterstreicht die Tatsache, dass die Vareler an diesem Samstagabend als Tabellenvierter den drittplatzierten ETB zum Verfolgerduell in die Manfred-Schmidt-Sporthalle bitten, dass die Gäste aus der Wesermarsch mit viel Selbstvertrauen antreten werden. Anwurf in der Manfred-Schmidt-Sporthalle ist zur gewohnten Zeit um 19.30 Uhr.

Gleichwohl sind die Friesen, die in der Vorwoche im umkämpften Spitzenspiel beim Titelaspiranten ATSV Habenhausen ihre erste Saisonniederlage (25:27) einstecken mussten, im Nachbarschaftsduell gegen das junge Elsflether Team favorisiert. Allerdings hat SG-Coach Patrice Giron, der seit Wochen schon auf die Langzeitverletzten Kai Schildknecht und Jan Derk Janßen verzichten muss, am Samstag den Ausfall eines weiteren erfahrenen Leistungsträgers zu verkraften. So soll Rückraumspieler Lukas Kalafut, der sich mit Fußproblemen herumplagt, im Nachbarschaftsduell geschont werden.

„Das macht den Kader nicht unbedingt breiter“, sagt Giron mit Galgenhumor: „Dennoch bin ich optimistisch. Wir müssen das Spiel gegen Elsfleth sauber annehmen. Ich vertraue unserem Kollektiv.“

Das tut auf der Gegenseite auch der neue Elsflether Coach Patrick Tulikowski bei seiner Mannschaft, die sich den Klassenerhalt zum Saisonziel gesteckt hat und sich nach Siegen gegen Rotenburg (27:25) sowie die beiden Aufsteiger Bremervörde (32:21) und Oyten (37:29) auf dem richtigen Weg dazu befindet.

Dabei haben die Wesermärschler am Ende der vergangenen Saison jahrelange Leistungsträger wie Florian Doormann und Ruven Rußler verloren. Zudem wechselte der Kreisläufer und Ex-Vareler Michael Schröder zum Ligakonkurrenten TV Cloppenburg. „Mit Doormann und Rußler sind zweifelsfrei zwei wichtige Spieler gegangen“, sagt Giron: „Dennoch haben die Elsflether noch individuell gute Spieler in ihren Reihen.“


Mit Respekt geht derweil auch Tulikowski das schwere Auswärtsspiel am Samstag an. „Altjührden hat eine starke Mannschaft mit ganz viel Routine. Die lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Und wir kommen da mit einer Jugend-forscht-Mannschaft an“, sagt der ETB-Trainer. Gleichwohl: „Mal sehen, ob wir mithalten oder vielleicht sogar was mitnehmen können.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)