Heidmühle - Heidmühles Trainer Daniel Oleksyn fasste kurz nach dem Abpfiff des Fußball-Bezirksligaspiels gegen den SV Ofenerdiek den Spielverlauf mit wenigen Worten treffend zusammen. „Er war meines Erachtens ein verdienter Sieg“, analysierte er nach dem Abpfiff. Sein Team betrieb beim verdienten 2:0-Heimsieg aber teilweise Chancenwucher. „Damit kann ich aber eher leben, als wenn wir wieder ein Gegentor fangen und am Ende zittern müssen“, so der Trainer.
Starker Beginn
Sein Team übernahm mit dem Anpfiff die Kontrolle über das Spiel, profitierte aber auch davon, dass die Gäste sie in den ungefährlichen Zonen des Spielfelds agieren ließen. Erst 40 Meter vor dem eigenen Tor begann der Gast aus Oldenburg, mit zwei Ketten die Räume eng zu machen. „Gerade in der ersten Halbzeit muss man Ofenerdiek ein Kompliment machen“, sagte Oleksyn, „sie haben das sehr diszipliniert verteidigt.“ So standen in den ersten 30 Spielminuten nur zwei Torchancen zu Buche, die aber beide von Ofenerdieks gutem Torhüter Lukas Lange vereitelt wurden. „Da haben uns ein wenig die Mittel gefehlt“, gab Oleksyn zu.
Starke Standards
Heidmühle kann sich aber in dieser Saison auf seine Standardsituationen verlassen. Nach einer von Wielspütz von der rechten Seite getretenen Ecke traf Alexander Koscheck in der 33. Minute am kurzen Pfosten per Kopf zum 1:0. „Standardsituationen sind bei uns brandgefährlich, das ist etwas was uns diese Saison auszeichnet“, freute sich der Trainer. Fast hätte sein Team in der 43. Minute seine Worte erneut bestätigt, aber nach einer kurz ausgeführten Ecke traf Dardan Jashari mit einem fulminanten Schuss nur das Lattenkreuz, auch Brunet und Koscheck scheiterten kurz vor dem Pausenpfiff noch an Ofenerdieks Torhüter.
Auch im zweiten Spielabschnitt konnten sich die rund 80 Zuschauer bei kalten Temperaturen am Spiel der Platzherren erwärmen. Bei den Gästen schwand nach rund 60 Minuten etwas die Kraft, so dass sie nicht mehr alle Angriffe konsequent unterbinden konnten. So ergaben sich Räume und damit auch Chancen für die Platzherren. Erst scheiterte Horn in der 72. Minute mit einem Kopfball nach einer Flanke von der rechten Seite am stark reagierenden Lange, 60 Sekunden später war aber auch der Schlussmann machtlos. Claas Roschke traf von der halblinken Seite mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck.
Stark verteidigt
In der Schlussphase riskierten die Gäste angesichts der drohenden Niederlage mehr und konnten in den letzten zehn Minuten die Partie weitestgehend offen gestalten. Sie hatten aber in der 80. Minute mit einem Pfostentreffer Pech. Heidmühle versäumte es bei mehreren Kontern, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. „Wir müssen ein oder zwei Konter besser ausspielen“, fand Oleksyn, machte seinem Team aber keinen Vorwurf. „Wir sind personell arg gebeutelt, da ist es klar, dass uns dann hinten raus etwas die Kraft fehlt.“ Trotz der etwas schwächeren Schlussphase sprach er seiner Mannschaft ein Lob für die starke Leistung aus.
