Hohenstiefersiel/Hooksiel - Wie ein roter Faden haben sich während des Treffens der Friesischen Heimatvereine im Wangerland die Themen Nachwuchsgewinnung und finanzielle Belastung durch die Gespräche gezogen. Als ein Beispiel nannte Johannes Peters, Vorsitzender des Heimatvereins Schortens, das Problem mit der Saalmiete, da sowohl die Stadtverwaltung als auch die Wirte hohe Nebenkosten weiterreichten, weil die Mitglieder des Vereins die Getränke nur in geringen Maßen „verzehrten“.

Nach langer, Corona-bedingter Pause war es das erste Treffen der Heimatvereine seit 2019. Umso größer war die Freude bei den Vertretern der Vereine, sich nun endlich mal wieder austauschen zu können. Allerdings ist die Anzahl der teilnehmenden Heimatvereine, gemessen an den Vorjahren, erheblich geschrumpft, was sehr bedauert wurde.

Eingeladen hatte in diesem Jahr die Geschichtswerkstatt Wangerland. Deren Vorsitzende Renate Peters begrüßte die Teilnehmer beim Schöpfwerk Wangerland in Hohenstiefersiel. Schöpfwerks-Mitarbeiter Sven Budde und Martin Ahrends führten durch die Anlage und gaben viele Informationen rund um die Entwässerung des Wangerlandes. Anschließend ging es zum gemeinsamen Gedankenaustausch weiter nach Hooksiel.

Dort blickten die Vereinsvertreter auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück, wobei besonders die Arbeit an Chroniken und Ausstellungen im Mittelpunkt standen, aber auch Vorträge zu bestimmten Themenbereichen gehörten dazu. Besonders ein Bücherflohmarkt des Chronikkreises Sillenstede fand große Beachtung und soll 2024 wiederholt werden. Margrit Hayen vom Verein für Heimatgeschichte Bockhorn berichtete stolz von einem Gebäude, dass die Gemeinde dem Verein überschrieben habe. Volker Bleck vom Jeverländischen Altertums- und Heimatverein informierte über die Tätigkeiten in einer Anzahl von Arbeitskreisen, darunter der Plattdeutsche Gesprächskreis. Über die Zukunftsplanungen des Vereins Gattersäge Upjever berichtete Vorsitzender Klaus Homola und nannte als Fernziel die Schaffung eines Deutschen Sägemuseums in Schortens.