Friesland - Tausende, die mit anpacken, um Unrat aus der Landschaft zu sammeln, erwarten die Städte und Gemeinden Frieslands und Wittmunds sowie Wilhelmshaven auch in diesem Jahr beim Frühjahrsputz am 24. und 25. März. Noch bis zum 10. März können sich Vereine, Verbände, Schulen, Kindergärten und Einzelpersonen anmelden. Es ist der 20. Frühjahrsputz.
2016 haben rund 9700 Menschen teilgenommen: Allein in Friesland sackten 5700 Helfer rund vier Tonnen Müll ein, im Landkreis Wittmund suchten 2600 Teilnehmer fünf Tonnen Abfälle zusammen und in Wilhelmshaven holten 1380 Erwachsene und Kinder rund 4,2 Tonnen Abfälle aus der Landschaft.
Auf eine ähnlich große Resonanz hoffen die Veranstalter auch in diesem Jahr. Herbert Dannemann vom Landkreis Wittmund hat die Federführung übernommen.
Während am Freitag, 24. März, hauptsächlich Schulklassen und Kindergärten bei der Aktion dabei sind, werden am 5. März Vereine, sonstige Gruppen und Einzelpersonen zum Einsatz kommen.
Der Auftakt findet am 24. März in der Grundschule Westerholt statt. „Das passt gut. Die sind von Anfang an dabei und außerdem Umweltschule“, sagt Dannemann.
Geändert hat sich in den vergangenen 20 Jahren insbesondere das Sammelgut. Wegen des Pfandgelds werden weniger Flaschen und Dosen aus Gräben oder Parkanlagen gefischt. Weniger geworden sei auch der Sperrmüll, hieß es.
Deutlich zugenommen haben aber Hundekotbeutel. „Die werden sogar in Gullys gestopft und verhindern, dass Regenwasser abfließt“, regte sich Petra Kowasch von der Stadt Schortens auf. Auf ein anderes Problem wies Volker Bleck (Jever) hin: Besonders an den Straßenrändern würden Pappbecher und Fastfood-Behälter gefunden.
„Obwohl das Angebot kostenfreier Entsorgung umfangreich ist, gibt es immer noch Umweltsünder, deren Hinterlassenschaften zum Himmel stinken“, ärgern sich viele. Und so dürften auch in diesem Jahr beim „Frühjahrsputz“ wieder tonnenweise Abfälle gefunden werden.
