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NWZonline.de Region Friesland

Bombenbergung: Hier ist im Ernstfall kein Durchkommen

13.05.2017

Ellenserdammersiel Die Absperr-Baken stehen bereits bereit. Handelt es sich bei den Metallfunden in Ellenserdammersiel um Weltkriegsbomben, wird während der Entschärfung oder Bergung weiträumig abgesperrt. Die Entscheidung fällt an diesem Samstag, 13. Mai, nach der Begutachtung durch Sprengmeister Hans Mohr.

Betroffen wären im Radius von 1000 Metern um die Fundstelle die Autobahn 29, alle Straßen und Wege sowie Wasserwege und sogar der Luftraum. Am Sonntag, 14. Mai, 9 Uhr, ginge es los. „Dann würden wir die Autobahn zwischen den Abfahrten Varel/Bockhorn und Zetel sperren“, sagt Thomas Weihrauch, Leiter der Autobahnmeisterei Borgstede. Da auch die eigentliche, mit blauen Schildern ausgewiesene, Umleitungsstrecke im Sperrkreis liegt, muss weiträumig umfahren werden.

Diese Straßen werden gesperrt

Die Sperrung gilt für Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger auf folgenden Strecken:

A 29 zwischen Abfahrt Zetel und Varel/Bockhorn
Wilhelmshavener Straße (L 816) zwischen Blauhand und Abzweigung nach Steinhausen
Genossenschaftsweg zwischen Idagroden und Grodenstraße
Gemeindestraßen: Sielstraße, Grodenstraße, Sielweg, Sandfurtsweg, Verlängerung Sielstraße Richtung Jeringhave/Rotenhahn, Verbindungsweg Grodenstraße Richtung Am Jadebusen/Petershörner Siel
Die Sperrungen gelten auch für die Wasserwege und den Luftraum.

In Richtung Wilhelmshaven geht es von der Anschlussstelle Varel-Bockhorn über die Bundesstraße 437 nach Neuenburg und weiter auf der Landesstraße 815 über Zetel und Blauhand zur Auffahrt Zetel. Die neue Umleitung wird auf der selben Route auch in Richtung Oldenburg durch orangefarbene Pfeile ausgeschildert.

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Der Bahnverkehr ist am Wochenende ebenfalls unterbrochen. Wegen der Sanierung der Strecke läuft aber seit Wochen zwischen Varel und Sande ein Schienenersatzverkehr. Aufgrund der Umleitung kann es aber zu weiteren Zeitverzögerungen kommen.

An der A 29 werden in beiden Richtungen im Abstand von jeweils drei und fünf Kilometern vor der Vollsperrung Warn-Schilder aufgestellt. „Das ermöglicht den Autofahrern, sich frühzeitig für eine andere Route zu entscheiden“, sagt Weihrauch. Die LED-Leuchttafeln zeigen an, wie sich die Verkehrslage bei dem Stau verhält. Mit Behinderungen auch auf den Ausweichstrecken ist zu rechnen.

Kommt es zu einer kontrollierten Sprengung, ist sein Team noch einmal besonders gefordert. Denn die Autobahn verläuft nur 125 Meter neben dem möglichen Detonationsort. „Fliegen Schmutz oder Metallteile auf die Fahrbahn, müssen wir diese erst ganz säubern, bevor wir die A 29 wieder freigeben“, so Thomas Weihrauch. Um gegebenenfalls genügend Kehrwagen einsetzen zu können, habe er eigens für Sonntag Fahrzeuge von anderen Autobahnmeistereien geordert.

Auf jeden Fall ist Geduld gefragt. Denn wie lange die Sperrung dauert, hängt davon ab, wie schnell die Blindgänger entschärft werden. Entwarnung gibt schließlich der Sprengmeister. Ist das Metall harmlos, wird die Aktion abgeblasen.

Das ist zu beachten

Was wurde an der Bahn gefunden?

Es handelt sich um zwei große Metallstücke. Das eine liegt in sechs Metern Tiefe unter dem Bahnübergang Sielstraße. Das andere 80 Meter weiter Richtung Sande in drei Metern Tiefe.

Könnten es tatsächlich Blindgänger sein?

Ja. In der Nähe liegt ein Bahnhof, der möglicherweise im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden ist. Zudem wurden damals Angriffe auf den Kriegshafen in Wilhelmshaven geflogen.

Wer wird bei einer Entschärfung evakuiert?

Alle Anwohner im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort herum müssten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Sie werden im Bürgerhuus in Bockhorn versorgt.

Wo kann man sich informieren?

Infos erteilt Anke Emken im Ordnungsamt unter Tel. 04453/70844. Das Büro ist auch am 13. und 14. Mai besetzt. Ansprechpartner sind zudem Bezirksvorsteher Hans Rautenberg und Jörg Steinker, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.

Was sollten Betroffene noch beachten?

Sie sollten ihre Handy-Nummern hinterlassen oder die Festnetznummer an ihrem Aufenthaltsort, damit sie nach der „Entwarnung“ zeitnah Bescheid erhalten können.


Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos/friesland 
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Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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