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Regionale Landwirtschaft Käse aus dem Jeverland – „56 Kilometer Produktionsweg“

Josepha Zatrow
Der „Jeverländer Hofkäse“ kommt von Kühen von Jeveraner Kühen. Gesa Helmerichs und Georg Janssen.

Der „Jeverländer Hofkäse“ kommt von Kühen von Jeveraner Kühen. Gesa Helmerichs und Georg Janssen.

Josepha Zastrow

Jever - „Dieser Käse hat für die gesamte Produktion nur etwa 28 Kilometer Weg zurückgelegt“, sagt Georg Janssen – sichtlich etwas stolz. Zusammen mit Gesa Helmerichs präsentiert er am Montag die neueste Fuhre des „Jeverländer Hofkäses“. Damit erscheint die zweite Generation des ersten Käses aus Jever, präsentiert von dem regionalen Gastronomienetzwerk „Jeverländer Speisenkammer“. Die Milch für den Käse kommt von dem Hof, den Gesa und Holger Helmerichs zusammen betreiben. Zusammen mit anderen Produkten der regionalen Landwirtschaft ist er ab heute im Hofladen Helmerichs An’t Pumpwark 2, bei Müllers Partyservice, bei den Fleischereien Munk und Janssen sowie auf dem Wochenmarkt zu erhalten.

Regionaler Käse

Nachdem es bereits 2018 den ersten Käse aus Jever gegeben hatte, ist die Jeverländer Speisekammer für diese Fuhre eine neue Kooperation eingegangen: „Vor ein paar Wochen hat der Käsemacher Joseph Raithel von der mobilen Käserei May aus Neuenburg gut 1500 Liter frische Rohmilch vom Hof der Helmerichs abgeholt und jetzt den fertigen Käse wieder mitgebracht. Damit hat der Käse für die komplette Produktion eine Strecke von nur 60 Kilometern zurückgelegt. „Wir sind schon ganz aufgeregt, wie er schmeckt, sagt Gesa Helmerichs. Am Montag wurde der Käse noch in handelsübliche 200 Gramm Stücke geschnitten, sodass er ab heute im Verkauf erhältlich ist. Geschmacklich gibt es den Schnittkäse in drei Sorten: mit Bockshorn, mit deutschen Wiesenkräutern und ohne.

Regionale Zusammenschluss

Das Netzwerk hinter dem Käse hatte sich 2018 gegründet. Zu dem Zusammenschluss gehören Gastronomen und Hotels sowie Bäckereien, Fleischereien oder Landwirte. Ihr Ziel ist es, die kulinarischen Besonderheiten des Jeverlandes hervorzuheben, ebenso, wie eine nachhaltige, ressourcenschonende Produktion von regionalen Lebensmitteln. Dazu verpflichten sie sich beispielsweise zu einer transparenten Herstellung und zu unabhängiger Kontrolle. „Aufgrund der Pandemie konnten wir nicht so viel machen, doch in der Zukunft haben wir noch viel vor“, kündigt Gesa Helmerichs weitere Arbeiten der Speisenkammer an.

Die Jeverländer Speisenkammer

Das Netzwerk Jeverländer Speisenkammer hat sich im Sommer 2018 im Schloss Jever gegründet. Zu der Kooperation gehören Hotels und Gasthöfe, Fleischereien, ein Hofladen, ein Gemüsebauer, eine Bäckerei und weitere Unterstützer an. Weitere Informationen zum Netzwerk gibt es im Rathaus Jever bei Bürgermeister Jan Edo Albers. Die Jeverländer Speisenkammer hat ihre Grundsätze eigenständig entwickelt. Regionalität und damit die Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte sowie Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz stehen dabei im Fokus.

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