Hohenkirchen - Das heimliche Üben im Sportunterricht war ein voller Erfolg: Mit einem Flashmob zum Song Y.M.C.A. der Village People ist Schulleiterin Karen Liedigk am Mittwoch an der Grundschule Hohenkirchen verabschiedet worden. Die 62-Jährige freute sich sehr über die Aktion und ließ sofort die Hüften kreisen. „Ich mag solche Tanzmusik sehr, da kann ich einfach nicht stillhalten“, sagte sie. Von Kindern und Kolleginnen gab es Papierblumen und eine Holzblume für den Garten.
Tanzschritte eingeübt
Jens Trotte von der Tanzstelle Schortens hatte den Schülerinnen und Schülern sowie den Kolleginnen die Tanzschritte gezeigt, danach hatten alle fleißig geübt. „Und ich habe wirklich nichts davon mitbekommen“, sagt Liedigk. Für die Generalprobe am Montag war Heyo Kemper, Schulleiter der angrenzenden Oberschule Hohenkirchen eingeweiht worden, und lockte Karen Liedigk unter einem Vorwand aus dem Unterricht und vom Schulgelände der Grundschule.
Ihr Kollegium hatte das alles um sie herum geplant. „Ich bin jetzt schon ein bisschen überwältigt“, sagte die Schulleiterin. „Ich werde den Stress nicht vermissen, aber ich werde Euch sehr vermissen.“ Die vergangenen Jahre seien keine einfachen gewesen, Umzüge, Raummangel und Personalmangel hätten die Zeit geprägt. „Und dann kam der Orkan, dann kam Corona“, sagte Liedigk. Aber gemeinsam mit ihrem „Top-Team“ habe sie auch diese Herausforderung stemmen können.
„Die Grundschule Hohenkirchen ist jetzt sehr gut aufgestellt“, sagt sie. „Und sie wird in gute Hände übergehen.“
Liedigk kam von der Oberschule Sande an die Grundschule Hohenkirchen. Schnell stellte die Lehrerin für Englisch, Deutsch und Sachkunde fest, dass ihr insbesondere die Arbeit mit den kleineren Kindern sehr viel Freude bereitete. „An dieser Grundschule arbeiten ist einfach schön, es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir lachen hier sehr viel, wir haben eine tolle Stimmung. Ich bin jeden Tag sehr gerne zur Arbeit gegangen“, sagt sie.
Zeit für die Familie
Nun hat die Schulglocke für „Frau Liedigk“ zum letzten Mal geläutet. Sie wird sich nun ihrer Familie mit den zwei Enkelkindern, ihren Hobbys und ihrem Garten widmen. „Und durchschnaufen, zur Ruhe kommen und dann entscheiden, wie ich meine Zeit künftig gestalte.“
