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Wasserqualität Wie gut ist das Wasser im Wangermeer in Hohenkirchen?

Hohenkirchen - Die gute Nachricht zuerst: Das Wangermeer ist eines der wenigen Gewässer an der Küste Niedersachsens mit dieser Größe, dessen Wasserqualität durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als gut eingestuft worden ist. „Alle anderen Seen dieser Größenordnung liegen im Harz“, sagt Torsten Meuer, Technischer Leiter des Eigenbetriebs Wangermeer.

Bedeutung für Rundinsel

Um diese gute Wasserqualität auch zukünftig zu erhalten, hat das NLWKN der Gemeinde einige Hinweise gegeben, was die Bebauung der Rundinsel angeht. So sollten unter anderem Grünflächen nicht gedüngt oder nur Dachrinnen aus Edelstahl oder Kunststoff verwendet werden. „Auf keinen Fall Kupfer oder Zink, denn das würde Rückstände in den See spülen“, erklärt Meuer. Auch beim Regenwasser, welches abgeleitet wird, müsse man darauf achten, dass keine Rückstände mehr im Regenwasser vorhanden sind, unter anderem Reifenabrieb von den Straßen.

Niedriger Wasserstand

Das Wangermeer verfügt zudem über keinen natürlichen Wasserzufluss. Sprich: Die Menge an Wasser ist allein von Niederschlägen abhängig. „Und die gab es in diesem Jahr nicht besonders viel“, sagt Torsten Meuer. Dementsprechend niedrig sei der Wasserstand gewesen. „Sehr deutlich hat man das an der Flachwasserzone gesehen. Bis zu 40 Zentimeter ist der Wasserspiegel zum Teil gesunken.“ Auswirkungen hat das auf die Bereiche des Wangermeeres, für die noch keine Ufersicherung vorhanden ist. „Jedes Mal, wenn der Wasserstand weiter unten ist und zum Herbst wieder ansteigt und wir Wellenschlag haben, fängt es wieder von Neuem an zu erodieren.“ Hier, betonte der Technische Leiter, bedürfe es unbedingt einer zusätzlichen Sicherung.

Material für das Ufers

Gerade nördlich der Hausboote und ganz im Norden der Insel kommt es immer wieder zu Uferabbrüchen. Gestiegene Preise erschweren auch hier den Abschluss der Arbeiten. „Wir haben einfach keine Firma gefunden, die uns die Arbeiten zu einem halbwegs guten Preis macht“, klagt Meuer. Daher hat die Gemeinde sich mittlerweile zumindest die Spundwände aus Kunststoff als Material gesichert. „Eventuell müssen wir diese dann selbst einbauen.“ Die wesentlich größeren Spundwände unterhalb der Promenadenbrücke allerdings sollen im kommenden Jahr durch eine Fachfirma erneuert werden.

Auch die Arbeiten des Mähbootes werden durch die Ufersituation erschwert.


Ausbaggerung geplant?

„Wir kommen aufgrund des Tiefgangs so natürlich nicht mehr an die entsprechenden Stellen, um das Seegras abzuladen.“ Hier wird derzeit überlegt, das Wangermeer an günstig gelegenen Stellen auszubaggern, damit das Mähboot auch bei widrigen Witterungsbedingungen das Seegras ablegen kann. Generell arbeite man derzeit außerdem an einer Lösung, die Leistung des Mähbootes zu verbessern, so Meuer weiter.

Bürgerbeteiligung gering

Die Entscheidung über den Verkauf der Rundinsel im Wangermeer soll noch in diesem Jahr fallen, im besten Fall auf der kommenden Ratssitzung am Dienstag, 27. September. Enttäuscht zeigte sich der Technische Leiter allerdings über die mangelnde Beteiligung der Bürger. Die Gemeinde hatte unter rundinsel@wangermeer.de extra eine Mail-Adresse eingerichtet, unter der Interessierte Fragen oder Anregungen geben konnten. „Gerade mal vier E-Mails haben wir erhalten. Wenn man Bürgerbeteiligung anbietet, wäre es auch schön, wenn diese auch genutzt wird“, findet Meuer.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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