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Neue Räder für Hooksieler Geschütz Kanone rollt bald wieder an

Hooksiel - Ein wenig müssen sich die Hooksieler noch gedulden, bis sie „ihre“ Kanone an bekannter Stelle auf dem alten Deich kurz hinter dem Alten Hafen wieder zu Gesicht bekommen. „Wir planen, sie vor Ostern im kommenden Jahr wieder aufzustellen“, sagt Erwin Abels, Vorsitzender des Seebadevereins Hooksiel.

Räder bei Erneuerung des Deichs beschädigt

Zur Erinnerung: Das Geschütz aus dem Jahr 1849, das damals zur Sicherung des Hafens diente, musste für die Arbeiten am Deich an der Viethstraße abgebaut werden. Beim Verladen allerdings brach nicht nur die Achse, auch die Räder wurden stark beschädigt. Wind und Wetter hatten dem Holz in der Vergangenheit arg zugesetzt und es morsch werden lassen.

Ein Spezialist aus Bayern hatte den Schaden begutachtet und sich der Arbeit angenommen. Denn in der Vergangenheit hatte man die Räder immer wieder nur provisorisch mit Rädern von alten Ackergeräten ersetzt.

Um die Räder und Achse nach preußischem Vorbild originalgetreu wieder herstellen zu können, musste so manch historischer Wälzer durchgeblättert und so manches Archiv besucht werden. Eine Aufgabe, die Wolf Hegemann mit viel Augenmerk aufs Detail übernommen hat. Jetzt sind die Räder fertig und warten nur noch auf ihre Montage.

Suche nach richtigem Holz war nicht leicht

Allerdings muss die Lafette, also das fahrbare gestellt, auf dem das Rohr montiert ist, noch fertiggestellt werden. Das Problem bestand darin, das geeignete Holz zu finden. Abgelagertes Eichenholz musste es sein. „In Hohenkirchen sind wir dann durch einen Zufall fündig geworden“, sagt Abels. „Wir haben stundenlang das Holz durchgesehen, denn Holz ist nicht gleich Holz“, ergänzt Hegemann. Mittlerweile aber sind die entsprechenden Stücke gefunden. Da diese aber nicht die richtige Größe haben, werden sie aktuell von Bootsbauer Wolfram Heibeck aus Hooksiel zurecht gesägt.


Die Lafette wird der Seebadeverein dann in Eigenregie nach originalen Bauplänen wieder herstellen und streichen. „Wir stehen da in Kontakt mit einer Firma, die uns die richtige Farbe zusammenmischt. Grau-anthrazit soll es dann werden und natürlich wetterfest“, erklärt Hegemann.

Gestrichenes Rohr wartet auf Montage

Und erst dann können die Räder und auch das Rohr montiert werden. Letzteres ist nämlich auch schon fertig. Das Rohr wurde von einer Wilhelmshavener Firma gesandstrahlt und bereits matt-schwarz gestrichen.Wer für den Erhalt des Geschützes spenden möchte, findet die Infos unter:

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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