Hooksiel - Darauf haben die hiesigen Pferdesportfreunde in Pandemie-Zeiten ein ganzes Jahr lang warten müssen: Am Wochenende ging nun endlich das erste Dressur- und Springturnier des Jahres im Kreisreiterverband Friesland-Wilhelmshaven über die Bühne. Gastgeber auf der Anlage in Klein Oesterdieken war der Reit- und Fahrverein Hooksiel.
Die Bilanz
Die Organisatoren um den Ersten Vorsitzenden Stephan Mohrmann zeigten sich sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf, obwohl vorab der Starkregen am Freitag noch für hektische Betriebsamkeit mit Tauchpumpen-Einsatz auf den Plätzen gesorgt hatte. „Bei den Vorbereitungen konnten wir uns auf unsere vielen Helfer verlassen, dass wir auch trotz des umfangreichen Hygienekonzepts alles rechtzeitig fertig bekommen haben“, freute sich Mohrmann: „Auch während des Turniers lief alles Hand in Hand.“
Und so gab es trotz wechselhaften Herbstwetters auf dem Springplatz und im Dressurviereck spannende Prüfungen zu sehen. Für viele junge Führzügelkinder war es sogar das erste Turnier überhaupt. „Auch ein kurzer heftiger Regenschauer am Samstag konnte die Freude der Turnierreiter nicht trüben“, zog auch Elsbeth Noatzsch, Pressewartin des RuF Hooksiel, ein positives Resümee.
Die Dressur
Der anspruchsvolleste Wettbewerb der zweitägigen Veranstaltung war die Dressurprüfung der Klasse S*. Die Siegerschleife sicherte sich mit großem Vorsprung Gonzalo Arnaiz Kanthak (TG Bad Zwischenahn) im Sattel von Gunner KS mit der Wertnote 890.00. Zweite wurde Sarah Bentru (RSC Osnabrücker Land/879.00) mit Polartwister vor Angela Schrandt (RUFV Cloppenburg/874.50) mit Diego Sanchez.
Beste Friesländerin war Louisa Wedermann vom RC Friederikensiel, die mit Herzensliebe und 860.00 Punkten Fünfte wurde. Dass die beiden auf dem Reitplatz bestens harmonieren, bewiesen sie auch in der M**-Dressur. Dort ritt Wedermann auf Herzensliebe mit der Wertnote 660.00 auf den zweiten Podestplatz. Einen Tick besser machte es nur Kerstin Heider-Stieg (Ammerländer RC), die als Siegerin mit Stukhuster Ricardo go for Gold auf 661.50 Punkte kam.
Hinter Nina Heyer (RUFV Cappeln/656.00) mit Take It Light RM belegte eine Lokalmatadorin den vierten Platz: Melanie Lüttge (RuF Hooksiel/651.50) mit Disco Pogo.
Derweil ging der Sieg in der Dressurprüfung der Klasse M* an eine Friesländerin. So war Liesa Bockmeyer vom RV Bockhorn mit Beletano M und der Wertnote 7.50 in dieser Konkurrenz das Maß der Dinge. Den Silberrang belegte Anna Alberts (FuRV Timmel/7.30) mit Weltenprinz. Dritte wurde Fiona Jüling (Bremer RC/7.10) mit Lilly Chocolina.
Das Springen
Unterdessen lief es am Sonntag in der abschließenden Springprüfung der Klasse M* mit Stechen für Joleen Müller auf dem heimischen Springplatz nicht ganz rund. Die Hooksielerin leistete sich mit Balou’s Grandessa einen Abwurf und belegte in 54.51 Sekunden den achten Rang.
Fehlerfrei blieben nur zwei Reiterinnen, die den Sieg damit unter sich ausmachten. Es gewann Ines Wolters (TG Bad Zwischenahn) mit Calle K dank des schnellsten Umlaufs in 38.84 Sekunden. Zweite wurde Stefanie Feldmann (RUFV Ueffeln-Balkum/0/ 39.37) mit Lillyfee, gefolgt von Anna Alberts (FuRV Timmel/4/36.45) mit Calimero.
