Hooksiel - Im Mittelpunkt zu stehen, entspricht wahrlich nicht ihrem Naturell. Zum Saisonende auf der Jaderennbahn Hooksiel aber konnte Angelika Haak dem aber nicht entgehen: Nach 36 Jahren wurde sie als die „gute Seele“ des Vereins verabschiedet. Vorsitzender Immo Müller dankte ihr mit den Worten: „Unsere Angelika hat seit Vereinsgründung mit einem Höchstmaß an Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft zum Vereinsaufbau beigetragen und sich bleibende Verdienste erworben.“

Zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem ehemaligen Vorsitzenden Günther Lühring, hat sie die Mitarbeit hinter den Kulissen des Rennsports aufgegeben. So können nun andere ihre Ideen einbringen und neue Ziele setzen, „die sicher wieder einen Schub nach vorn bringen. Das Feld ist gut bestellt“, versicherten die beiden. „Und wir haben jetzt Zeit, am Renntag mit Gästen zu klönen.“

Ganz aus dem „Renngeschäft“ wollen sich Angelika Haak und Günther Lühring natürlich nicht zurückziehen, denn als Trabrennfahrer will Lühring noch einige Siege einfahren. Auch als Moderator wartet man auf den Rennplätzen auf seine Kommentare, und da begleitet ihn Angelika Haak natürlich .

Angelika Haak, die viele Jahre Schulleiterin in Horumersiel war, ist vom ersten Tag des Hooksieler Rennvereins in vielfältiger Weise dabei. „36 Jahre sind genug“, sagt die quirlige Frau. „Ohne ihre Unterstützung und Loyalität hätte ich mich niemals so stark in den Hooksieler Rennverein einbringen können“, sagt Günther Lühring: Ob Telefondienst, Ehrenpreiseinkauf oder nach dem aufreibenden Renntag noch in der Nacht die Plakate für den nächsten Renntag zu kleben – alles war für Angelika Haak selbstverständlich.

Gern erinnert sie sich an die Anfänge auf der Jaderennbahn, wo sie sich um die Bewirtung der Rennleitung und damals noch spärlichen Sponsoren bemühte. Ein VIP-Zelt gab es nicht. Als Versorgungsstation diente ein Pferdeanhänger, der neben dem Richterturm stand. Wasser wurde zum Spülen in einem Milchtank vom Hof in Kaisershof mitgebracht. Angelika Haak, so berichten die älteren Vereinsmitglieder, hat in 36 Jahren wesentlich dazu beigetragen, den Verein dorthin zu führen, wo er heute steht.