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Spierentonne Im Alten Hafen Seebadeverein saniert altes Seezeichen von Hooksiel

Klaus Homola

Hooksiel - An der Spierentonne am Alten Hafen von Hooksiel hat der vielzitierte „Zahn der Zeit“ deutliche Nagespuren hinterlassen: die Tonne rostet vor sich hin, einige Rostlöcher sind schon entstanden.

Die Tonne hatte 1981, also vor bald 40 Jahren, der inzwischen verstorbene Heimatforscher Hans Ney mit anderen Mitstreitern im Hafen von Hooksiel aufstellen lassen. Die Tonne wurde damals von Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven gesponsert.

Was ist eigentlich eine Spierentonne?

Radar-Spierentonnen sind schwimmende Seezeichen, die auf den Radarschirmen gut zu erkennen sind. Sie haben aus dem Wasser ragend die Form eines dicken Balkens oder einer dicken Stange. Die in Hooksiel aufgebaute Tonne versah 20 Jahre lang ihren Dienst an der Hafeneinfahrt nach Wilhelmshaven.

Sie ist eine Backbordtonne und ist daher im oberen Teil als rote Tonne sichtbar. Steuerbordtonnen dagegen haben einen grünen Anstrich und werden im Gegensatz zur Backbordtonne durch ungerade Zahlen gelistet.

Tonne eingerüstet

Nun machten sich unter der Federführung der Mitglieder der Arbeitsgruppe mit Rüdiger Kullmer, Edgar de Vries und Benjamin Ranft weitere Mitglieder des Seebadevereins Hooksiel an die Arbeit, um die fünf Meter hohe und 80 Jahre alte Tonne zu restaurieren.

Um sicher an die Spitze der Tonne gelangen zu können, musste zunächst ein Gerüst aufgebaut werden. Nach den geltenden Sicherheitsvorschriften sponserte dies zu einem „Freundschaftspreis“ das Unternehmen für Arbeits- und Schutzgerüste von Dries Dib in Varel.

Wie Wolf Hegemann vom Vorstand des Seebadevereins mitteilte, waren viele Arbeitsgänge notwendig, um die Tonne fast wie neuwertig aussehen zu lassen. Neben Entrostungsarbeiten und dem Beseitigen von kleineren Schäden sowie einem größeren Loch musste eine Grundierung aufgebracht werden. Der obere Teil erhielt einen Anstrich in Orange-Rot, der untere Teil in Grau. Außerdem erhielt das Trägerfundament einen doppelten Anstrich.

Wichtig sei, so Hegemann, dass der Anstrich mit authentischen Farben erfolgte.


Arbeiten fast beendet

Begonnen haben die Arbeiten Anfang August und sie sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Auch ein Messingschild wird noch angebracht. Das weist auf den ursprünglichen Eigentümer hin.

Als kleiner Junge sei er auf der Tonne herumgeklettert, erinnert sich Hegemann. Allein deshalb liege ihm das maritime Zeichen und der alte Hafen Hooksiel ganz besonders am Herzen.

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