Horumersiel - Die Feinplanung zum Umbau des Kurmittelhauses Horumersiel in ein Thalasso-Zentrum steht: Läuft alles wie geplant, dann soll das neue Kurzentrum am 1. Juli 2022 eröffnet werden – Start ist mit einem Probebetrieb. Demnächst beginnt bereits die Entkernung des Gebäudes. Im Wangerländer Tourismus-Ausschuss stellte Architekt Wilfried Henke (Esens) das Projekt der Wangerland Touristik nochmals vor.
Rund 8,8 Millionen Euro sind angesetzt – mancher Wangerländer, etwa Hooksiels Seebadevereins-Vorsitzender Erwin Abels, bezweifelt, dass das reicht und dass sich das Thalasso-Zentrum überhaupt trägt. Man werde sehen, was in zwei Jahren ist, sagte WTG-Geschäftsführer Armin Kanning. Von der NBank geprüft und bestätigt sei jedenfalls die Wirtschaftlichkeit – „sonst gäbe es keine Fördermittel“, so Kanning. Das Land beteiligt sich mit 3 Millionen Euro am Umbau des ehemaligen Kurmittelhauses, der Landkreis Friesland mit 500 000 Euro.
Mit einem Zahlenfeuerwerk wartete Steuerberater Stefan Plaumann von Kommunal-Treuhand GmbH Delmenhorst auf: Der Gästebeitrag im Wangerland steigt zum 1. Januar 2021.
Jahresgästebeitrag: Erwachsene: Zone I 90 Euro (75); Zone II 52 (45). Kinder: Zone I 34 Euro (30), Zone II 18 Euro (15). Jugendliche: Zone I 68 Euro (60); Zone II 34 Euro (30).
Tages-Gästebeitrag: Beitragszone I (Hooksiel, Horumersiel-Schillig): Hauptsaison (30. März bis 31. Oktober) Erwachsene: 3 Euro (bisher 2,50 Euro), Nebensaison (1. November bis 29. März) 1,15 Euro (1 Euro); Kinder (4 bis 12 Jahre): Hauptsaison 1,15 Euro (1), Nebensaison 60 Cent (50); Jugendliche (13 bis 18): Hauptsaison 2,30 Euro (2), Nebensaison 1 Euro (80 Cent). Beitragszone II (Minsen-Förrien, Hohenkirchen): Erwachsene: Hauptsaison 1,75 (1,50), Nebensaison 60 Cent (50); Kinder: Hauptsaison 60 Cent (50), Nebensaison 30 Cent (25); Jugendliche: Hauptsaison 1,15 Euro (1), Nebensaison 50 Cent (40).
Der Architekt nannte die Baukosten vergleichsweise niedrig, „Unwägbarkeiten sind natürlich eingeplant“, betonte er.
Das Thalasso-Zentrum wird sich innen wie außen schlicht und schnörkellos präsentieren. „Yoga-Zen-Stil“, nennt Planer Wilfried Henke das. Die Fassade soll mit hellem grauen Stein geklinkert werden. Alle Bereiche werden barrierefrei über Aufzüge und Rampen an den Zugängen zu erreichen sein. Ein begrüntes begehbares Dach mit Dünenlandschaft und eine Wasserwand außen sollen dazu dienen, die Themen Nordsee und Thalasso auch nach außen hin sichtbar zu machen.
