Varel - Wer selbst Motorrad fährt, weiß, dass es dabei um mehr geht als einfach nur von Punkt A nach B zu kommen. Vielmehr stehen dahinter Geschwindigkeit, das Gefühl von Freiheit und Verbundenheit. Nicht umsonst tauschen die Motorradfahrerinnen und -fahrer ihr internes Handzeichen – die linke Hand zum Gruß – ganz automatisch aus. Wenn dann eine Vielzahl von Bikern aufeinander trifft und zusammenfährt, erzeugt das eine besondere Atmosphäre.
Genau diese Atmosphäre möchten die Leiter des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“, Maik Hinrichs und Christian Winkel, zusammen mit Pastor Michael Winkel aus Wilhelmshaven nach Varel holen. „Wir sind beide Motorradfahrer und möchten unser Hobby gern ein Stück weit mit unserer Arbeit verbinden“, erzählt Hospizleiter Maik Hinrichs. Sie planen am Sonntag, 4. Juni, einen Bikergottesdienst auf dem Parkplatz des Dienstleistungszentrums des Landkreises Friesland, Karl-Nieraad-Straße 1. Veranstalter ist das Hospiz am Wattenmeer Varel von der mission:lebenshaus gGmbH.
Aussteller und Oldtimer
Ab 11 Uhr können die Biker auf dem Veranstaltungsgelände eintrudeln, der Gottesdienst beginnt um 12 Uhr. Anschließend haben die Besucher Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über die Hospizarbeit zu informieren. Zudem sind verschiedene Aussteller rund um das Thema Motorrad auf dem Gelände vertreten und einige Fahrer präsentieren ihre Oldtimer-Maschinen, die teilweise aus den 1930er Jahren stammen.
Ab 14.30 Uhr starten dann in Gruppen die Ausfahrten in die verschiedenen Hospize von mission:lebenshaus: das Andreas-Hospiz in Bremen, Laurentius Hospiz in Falkenburg, Kinder- und Jugendhospiz in Wilhelmshaven, Friedel-Orth-Hospiz in Jever und Haven Hospiz in Bremerhaven. Für die bessere Planbarkeit der Fahrten wird um Anmeldung per Mail an bikergottesdienst@mission-lebenshaus.de gebeten.
„In Gesellschaft tragen“
„Der Bikergottesdienst ist eine schöne Gelegenheit, den Hospizgedanken in die Gesellschaft hineinzutragen“, sagt Kim Friedrichs von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei mission:lebenshaus, „und wir würden uns freuen, wenn die Menschen, die sich anmelden, auch etwas spenden würden.“ Denn auf diese Weise kann die Hospizarbeit unterstützt werden.
Auch wenn der Bikergottesdienst noch ein paar Wochen hin ist, „sind wir schon aufgeregt und freuen uns“, sagt Christian Winkel, stellvertretender Hospizleiter. „Der Zusammenhalt ist das Besondere“, merkt Pastor Michael Winkel an. Er selbst zählt auch zu den Motorradfahrern. Schließlich bleibt nur noch ein Wunsch bei den Initiatoren des Biker-Events offen: „Sonnenschein“, sagt Maik Hinrichs.
