Jever/Wilhelmshaven/Reepsholt - Eigentlich sollte der Abschluss des Benefiz-Lesens 2023 der Grundschule in Reepsholt im Freien stattfinden. Aber kräftiger Regen verhinderte, dass alle Schulkinder sich vor der neuen Doppel-Schaukel auf dem Schulhof versammelten. Der guten Laune wegen der gelungenen Aktion stand das aber nicht im Wege.

Die Reepsholter Schulkinder haben ein Spendenprojekt gestartet und damit rund 6700 Euro „erlesen“. Die Idee: Sponsoren haben in der über zwei Wochen laufenden Leseaktion für jede gelesene Seite der Kinder einen bestimmten Betrag gespendet. Mit dabei waren Eltern, Verwandte und die Reepsholter Firmen Orthopädie-Schuhtechnik Carls, Bauunternehmen Bernhard Heeren sowie die Firma Storag GmbH aus Etzel.

Stellvertretend für die Mission Lebenshaus, Träger des Friedel-Orth-Hospizes in Jever und Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven, war nun Pressesprecherin Kim Friedrichs zur Spendenübergabe nach Reepsholt gekommen. Von dem Geld wurde zwar auch die neue Schaukel auf dem Schulhof angeschafft, aber ein größerer Anteil des Betrages wird den Hospizen zugutekommen.

„Wir sind auf Spenden angewiesen und freuen uns riesig, wenn durch solche schönen Aktionen, wo Kinder Kindern helfen, unsere Arbeit großzügig unterstützt wird. Durch Spenden können wir ermöglichen, dass betroffene Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder mit den erkrankten Kindern oder Jugendlichen für eine gewisse Zeit zusammen im Hospiz leben können“, sagte Kim Friedrichs

Alle Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam Tausende Seiten gelesen. „Das Benefiz-Lesen ist bewusst ans Ende des Schuljahres gelegt worden, damit auch die Erstklässler mitmachen konnten“, berichtete Schulleiterin Nicole Felsmann. Sie ist glücklich, dass die Schule und die Gemeinde sehr gut mit Büchern versorgt sind, aber auch andere Angebote machen können, die die Lesefreude schon bei den Jüngsten weckt und steigert. „Unsere Kinder lesen einfach gern, und wenn sie sich damit noch eine neue Schaukel auf dem Schulhof erlesen und andere Kinder unterstützen können, dann muss man sich einfach darüber freuen“, sagte die Schulleiterin.


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