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Sande macht Weg frei für hybriden Energiepark Sonnige Zeiten für Windpark ermöglicht

Der Windpark Sande zwischen Autobahn 29 und Emds-Jade-Kanal: Bald soll hier auch Freiflächen-Fotovoltaik installiert werden.

Der Windpark Sande zwischen Autobahn 29 und Emds-Jade-Kanal: Bald soll hier auch Freiflächen-Fotovoltaik installiert werden.

Gruppe Gödens

Sande - Der Sander Gemeinderat hat nun abschließend den Weg frei gemacht für den hybriden Energiepark Sande, den die Schloss-Gödens-Gruppe um Maximilian Graf von Wedel inmitten der Flächen des besehenden Windparks Sande plant. Dort soll künftig nicht nur Energie durch Wind, sondern auch durch die Kraft der Sonne erzeugt werden.

Die Pläne wurden vor rund einem Jahr erstmals im Rat vorgestellt, dann in den Fachausschüssen weiter beraten und wurden von Beginn als wichtiger Beitrag verstanden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Nun wird der Flächennutzungsplan entsprechend geändert. Der Rat gab bei nur einer Gegenstimme von Reemt Borchers (CDU) dem Vorhaben die Zustimmung.

Baubeginn Anfang 2023

Die Friesen Elektra der Unternehmensgruppe Schloss Gödens ist Windparkbetreiber in Sande. Der Windpark soll nun durch Freiflächen-Fotovoltaikmodule zum hybriden Energiepark ausgebaut werden. Damit soll „grüne Energie“ erzeugt werden, die zur Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden kann. Die Schloss-Gödens-Gruppe beabsichtigt in ihrem Windpark und in daran angrenzenden Flächen Freiflächen-Fotovoltaik mit einer Gesamtleistung von 95 Megawatt zu installieren. Baubeginn für die Fotovoltaikanlagen soll von Wedel zufolge bereits Anfang 2023 sein. Bereits in einem Jahr soll aus dem Hybriden Energiepark Sande grüner Strom für rechnerisch etwa 50 000 Durchschnittshaushalte fließen.

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CDU Ratsherr und Landwirt Reemt Borchers monierte die Standdortwahl, weil damit hochwertige und ertragreiche Böden nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden können. „Ich sehe Freiflächenfotovoltaik dort nicht an der richtigen Stelle“, sagte Borchers.

Gebühren angepasst

Beschlossen hat der Rat in seiner abschließenden Sitzung für dieses Jahr die Gebühren für die Oberflächenentwässerung für den Ortsteil Cäciliengroden. Für die Grundstückseigentümern, die an das Grabensystem angeschlossen sind oder in dieses entwässern sinkt die Gebühr von 0,0608 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und Jahr auf 0,03891 Euro – das sind knapp 40 Euro im Jahr für ein 1000-Quadratmeter-Grundstück.

Beschlossene Sache sind nun auch die neuen Gebühren für die Abwasserentsorgung in Sande, die ab dem neuen Jahr auf 2,79 Euro pro Kubikmeter steigt. Bislang lag die Gebühr bei 2,16 Euro. Und auch die Straßenreinigung wurde neu kalkuliert. Ab 2023 werden davon betroffene Eigentümer mit 0,0239 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche zur Kasse gebeten.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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