Helene Alving hat viel ertragen: Trunkenheit, Exzesse und Affären ihres Mannes. Sie wahrte den Schein und konzentrierte sich auf ihren Sohn Osvald, den sie vor dem „ruchlosen“ Leben seines Vaters schützen wollte. Jetzt, 20 Jahre später, will Helene endlich mit allem abschließen. Doch der Versuch, die Gespenster der Vergangenheit auszutreiben, schlägt fehl. Stattdessen sieht sie sich mit Wiedergängern aus alter Zeit konfrontiert. Henrik Ibsens (1828 - 1906) „Gespenster“ gehört zu den skandalträchtigsten Werken des Naturalismus: Ibsen kritisierte mit seinem Familiendrama die bürgerliche Bigotterie und stellte damit Konventionen und Traditionen seiner Zeit so sehr in Frage, dass das Werk mehrmals der Zensur zum Opfer fiel. Die Landesbühne Nord zeigt das Drama am Freitag, 11. März, 20 Uhr, im Theater Am Dannhalm in Jever. Noch gibt es Karten im Graftenhaus, Tel. 04461/939 265, und an der Abendkasse.
Dannhalm-Theater Jever Ibsens „Gespenster“ rechnen mit bürgerlicher Bigotterie und Konventionen ab
Gespenster Landesbühne Nord
Volker Beinhorn
