Sie ist eine Varelerin, durch und durch. Anke Budde, 65, ist hier geboren und aufgewachsen, lebt bis heute mit ihrem Mann Henning, 66, in ihrem ehemaligen elterlichen Haus an der Waisenhausstraße.

Sie ist sozial engagiert. Seit 1975 in der Arbeiterwohlfahrt Varel, betreut sie seit 25 Jahren Senioren bei den Unternehmungen der Seniorenpass-Aktion; ein Engagement, für das sie erst kürzlich von der Stadt geehrt wurde. Und sie ist im Kinderschutzbund aktiv, ist bis heute 2. Vorsitzende des Ortsverbandes Varel. Von 1991 bis Oktober 2006 war sie für die SPD Mitglied im Kreistag des Landkreises Friesland, amtierte zehn Jahre lang als Vorsitzende des Sozialausschusses.

„Ich möchte Menschen etwas geben, hilfreich sein“, kommentiert sie das Motiv dieses Engagements. Auch habe sie Freude daran, mit Menschen umzugehen, und „ich organisiere gern“, sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau. „Wir sind eine sozialdemokratische Familie“, sagt Anke Budde. Henning Budde war von jeher in der SPD aktiv, gehörte 33 Jahre lang dem Rat der Stadt Varel an. Sohn Arne, inzwischen Erster Stadtrat in Laatzen, war einst in Varel Vorsitzender der Jungsozialisten.

Der Kristallisationspunkt dieses Engagements – ein Amt als Laien-Richterin gehört bis heute dazu – war und ist der Wunsch, Positives für andere zu bewirken, beizutragen zu einer lebenswerten Ordnung der öffentlichen Angelegenheiten.

Ein Bürger-Engagement im besten Sinne. Ein bedenkenswertes Beispiel auch, in Zeiten um sich greifender Politikmüdigkeit. „Politik kann einem etwas geben“, sagt Anke Budde. Insbesondere die Tätigkeit im Kreistag sei qualifizierend gewesen, habe „meinen Horizont erweitert, mich bereichert“. ps


Anke Budde

Arbeiterwohlfahrt