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Dorfgemeinschaftshaus in Cäciliengroden Einwohner sollen die Schlüsselgewalt übernehmen

Annette Kellin
Das  sanierungsbedürftige Dorfgemeinschaftshaus in „Cäci“: Der Altbau (links) stammt aus den 1960ern, der Anbau mit Saal von Anfang der 1980er.

Das sanierungsbedürftige Dorfgemeinschaftshaus in „Cäci“: Der Altbau (links) stammt aus den 1960ern, der Anbau mit Saal von Anfang der 1980er.

Annette Kellin

Cäciliengroden - Nachdem sich die Sander Politik entschieden hat, das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Cäciliengroden zunächst einmal zu erhalten, muss jetzt ein Konzept her, wie das Haus saniert und verwaltet werden soll. Dazu haben die Vertreter der „Interessengemeinschaft zum Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses“ gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Eiklenborg und dem hauptamtlichen Vertreter Klaus Oltmann erste Pläne erarbeitet.

40.000 Euro für Sicherheit

Das DGH wird erstmal Mitte Oktober geschlossen. Dann erfolgen die dringendsten Arbeiten zum Thema Sicherheit. So wird beispielsweise im Foyer eine feuerhemmende Decke eingebaut. An mehreren Stellen sind Brandschutztüren nötig. Außerdem müssen in verschiedenen Räumen zweite Fluchtwege geschaffen und die Barrierefreiheit hergestellt werden. Dafür sind im Haushalt 40.000 Euro eingestellt worden. Mitte November soll das Haus dann wieder nutzbar sein.

„Die Gemeinde unterstützen“

Bevor die Baumaßnahmen aber losgehen, gibt es eine Versammlung, zu der alle Bürger aus Cäciliengroden und Sande eingeladen sind: Am Freitag, 29. September, um 18 Uhr treffen sich alle Interessierten im DGH, um das weitere Vorgehen festzulegen. Dazu lädt der Sprecher der Interessengemeinschaft, Johannes Schulze, und seine Mitstreiter ein. „Wir wollen die Gemeinde Sande bei der Führung des DGH unterstützen und gemeinsam überlegen, was wir wie anbieten können, um eine gewinnbringende Zusammenarbeit zu erzielen“, erklärt Schulze.

So könnte zum Beispiel die Interessengemeinschaft die Schlüsselgewalt über das Haus übernehmen, das heißt, die Übergabe des Schlüssels an die Nutzer und die Rücknahme des Hauses könnte in Eigenverwaltung stattfinden. Es könnte zudem nach Veranstaltungen eine Endreinigung gegen eine Aufwandsentschädigung angeboten werden. Das Haus sollte zudem optisch aufgewertet werden.

Unterstützer und Ideen gesucht

„Wir haben viele Ideen und die Bürger haben möglicherweise weitere Ideen. Um die Verwaltung in Eigenregie aber leisten zu können, brauchen wir viele Unterstützer“, sagt Schulze. Eine Gruppe mit rund 20 engagierten Bürgern aus Cäciliengroden und umzu, möglichst aus allen Altersgruppen, wäre ideal, um die Pläne umzusetzen, meint Schulze.


Bei der Versammlung am 29. September sollen die Pläne vorgestellt werden. „Wir hoffen auf viele Unterstützer“, sagt Schulze. Vor dem Hintergrund, dass das kirchliche Gemeindezentrum „Die Brücke“ spätestens 2027 geschlossen und verkauft sein soll, sei der dauerhafte Erhalt des DGH umso wichtiger.

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