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Barrierefreier Spielspaß Inklusive Spielgeräte für Schortens’ Spielplätze

Annette Kellin
Auch der erst vor wenigen Jahren komplett neu gestaltete Platz im Marienhof bietet kein inklusives Gerät. Zukünftig soll Inklusion auf Spielplätzen selbstverständlich werden.

Auch der erst vor wenigen Jahren komplett neu gestaltete Platz im Marienhof bietet kein inklusives Gerät. Zukünftig soll Inklusion auf Spielplätzen selbstverständlich werden.

Annette Kellin

Schortens - Inklusion soll in Schortens zukünftig noch ernster genommen werden – und zwar schon bei den Jüngsten. Der Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport folgte am Donnerstag einstimmig einem Antrag der SPD-Fraktion, die sich dafür ausspricht, bei der Neugestaltung oder Nachrüstung von Spielplätzen den Inklusionsgedanken aufzunehmen und für die Plätze auch Spielgeräte auszuwählen, die von allen Kindern genutzt werden können. Denn damit auch Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigung Spielplätze nutzen können, müssen diese entsprechend barrierefrei gestaltet sein.

In Deutschland sind immerhin 21 Prozent der Spielplätze auch für Kinder mit Einschränkungen geeignet, in Schortens bisher kein einziger. Daher sollen erst einmal zwei oder drei Spielplätze mit inklusiven Geräten ausgestattet werden, um Erfahrungswerte zu sammeln, die dann als Grundlage für die Ausstattung weiterer Plätze dienen würden, erklärte Perdita Gunkel (SPD). Dabei sollen zudem weiterhin Erfahrungen mit Fördermöglichkeiten gesammelt werden.

Finanzielle Vorgabe

Dennis Gunkel (CDU) stellte fest, dass bereits 2015 und 2017 ähnliche Anträge vorgelegen hätten. „Haben wir seitdem keine Spielplätze entwickelt? Was ist denn da passiert?“ In der Vergangenheit sei der gute Vorsatz immer wieder am Geld gescheitert, erklärte Anja Müller, hauptamtliche Vertreterin des Bürgermeisters. In Schortens gibt es bei der Neugestaltung und Sanierung von Spielplätzen eine finanzielle Vorgabe, die eingehalten werden muss. Mit inklusiven Spielgeräten, die um etliches teurer sind als andere Geräte, kam man da nicht weit.

Auch jetzt wurde über den finanziellen Rahmen nicht gesprochen, Schortens’ Kassen sind bekanntlich klamm. Gleichwohl hofft man, dass Fördertöpfe es richten könnten. Gründliches Forschen wird sich möglicherweise lohnen. „Das Geld liegt auf der Straße“, man müsse aber auch hinsehen und sich bücken, meinte Sandra Wessels (CDU).

Bei den Planungen für die Spielplätze sollen auch Schulen und Kindergärten sowie Gruppen und Vereine einbezogen werden.


Drei Geräte gesperrt

Bei der jährlichen Begutachtung der Spielplätze waren insgesamt drei Geräte gesperrt worden. Beim Kindergarten Oestringfelde ist eine Doppelschaukel gesperrt, ein Pfosten ist morsch. Bei der evangelischen Kindertagesstätte in Roffhausen sind das Reck sowie die Wippe gesperrt, auch hier gibt es morsche Balken. Ansonsten sind auf vielen Spielplätzen Kleinigkeiten zu erledigen.

Aus dem Ausschuss kam die Anregung, zukünftig auf der Internetseite der Stadt zu vermerken, wo gerade was auf den Spielplätzen in Arbeit und wo was geplant ist. So könnten sich Eltern und ältere Kinder unkompliziert informieren. Übergangsweise soll mit Schildern gearbeitet werden. Derzeit müssten noch viele Anfragen besorgter Eltern im Rathaus oder von den Politikern vor Ort beantwortet werden.

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