Friesland - Mit Sorge sieht die Kreisjägerschaft die Initiative des Friesland Tier-Notrufs zum Aufbau einer Drohnenstaffel zur Rehkitzrettung. Denn: „Die Rehkitzrettung ist bei den Jägern in guten Händen“, betont Kreisjägermeister Henning von Schele.

Die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven begrüße es grundsätzlich, wenn sich Bürger Gedanken um das Wohlergehen von Tieren machen, so der Kreisjägermeister. „Handelt es sich bei den Tieren aber um Wild im Sinne des Jagdrechts, so sind ausschließlich Jäger für Tätigkeiten wie die Kitzrettung mit Einsatz einer Drohne die anzusprechenden und handelnden Fachleute“, betont er. Da es sich bei der Suche nach Rehkitzen und ihrem Wegsetzen aus dem Gefahrenbereich – etwa vor der Mahd – ohne Zweifel um Jagdausübung handele, sei das ohne vorherige Absprache mit dem Jagdpächter eine gesetzeswidrige Handlung: eine Form von Jagdwilderei nämlich, erläutert von Schele.

Hinnerk Eilers ist einer der ausgebildeten Drohnenpiloten der Kreis-Jägerschaft: Landwirte können ihn vor der Mahd anfordern, um Grün- und Ackerland nach Wild absuchen zu lassen. Kreisjägerschaft/Eilers

Hinnerk Eilers ist einer der ausgebildeten Drohnenpiloten der Kreis-Jägerschaft: Landwirte können ihn vor der Mahd anfordern, um Grün- und Ackerland nach Wild absuchen zu lassen. Kreisjägerschaft/Eilers

Und: „Die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven ist seit einigen Jahren sehr aktiv und erfolgreich in der Kitzrettung. Es wurden mit einigem finanziellen Aufwand mehrere Drohnen angeschafft, die von ausgebildeten Drohnenpiloten geflogen werden. Zudem stehen private Drohnenteams aus den Reihen der Jägerschaft bereit, die ebenfalls erfolgreich arbeiten.“

Im vergangenen Jahr konnten von Schele zufolge weit über 100 Kitze im Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven vor dem Tod im Mähwerk bewahrt werden. Bei Bedarf können Landwirte über die Jägerschaft auf diese erfahrenen Teams zugreifen.