Jever - Das Blasorchester Friesland unter der Leitung von Gerhard Glenewinkel spielte sein traditionelles Jahreskonzert erstmals im Lok-Kulturzentrum in Jever. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten saß das Orchester umringt vom Publikum und erzeugte somit eine Wohnzimmeratmosphäre. Die Musikerinnen und Musiker hatten sich vorgenommen, ein Programm zu spielen, das die Höhepunkte der vergangenen 20 Jahre repräsentierte.
Voll besetzte Reihen
Vor voll besetzten Reihen eröffnete das Orchester das Konzert mit fanfarenartigen Klängen der Olympischen Sommerspiele von 1984. Auf ein Medley von Stücken des englischen Superstars Robbie Williams folgten die schönsten Melodien aus dem Musical „Les Misérables“. Einen ersten Höhepunkt des Konzertes bildete die einfühlsame Ballade „Someone like you“ aus dem Musical „Jekyll and Hyde“, die Thomas Göken gefühlvoll auf dem Flügelhorn präsentierte.
Damit das Publikum auch die Atmosphäre des legendären Musikfestivals in Woodstock ohne Regen und Schlamm nachempfinden konnte, folgte das Medley „Summer of 69“, bei dem Kerstin Jelinski ein rockiges Solo auf dem Altsaxofon übernahm und dabei von typischen Posaunenklängen begleitet wurde.
Eigene Gesangseinlage
Nach der Pause setzte das Orchester den musikalischen Reigen mit Stücken aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle fort. Für eine Überraschung sorgte dabei das Trompetenregister, als es im Stück „Sternenhimmel“ jubelnd mitsang. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war ein großes Medley mit Stücken des „King of Rock ’n’ Roll“ Elvis Presley mit einem romantischen Trompetensolo von Thomas Janssen. Auch das Genre der Filmmusik wurde von mehreren Seiten beleuchtet. Das Orchester präsentierte sowohl ein Medley mit bekannten Melodien des deutschen Komponisten Hans Zimmer als auch Westernklänge von Ennio Morricone. Den umjubelten Abschluss des Konzertes bildeten Hits der Sängerin Nena, wo Karl-Heinz Janssen den Dirigenten derart mit seinem Solopart begeisterte, dass dieser ihn im laufenden Stück umarmte. Nenas Lieder begeisterten das Publikum so, dass sie eine Zugabe einforderten. Die Gäste brachten mit den Taschenlampen ihrer Mobiltelefone zu Westernhagens Stück „Freiheit“ den Saal zum Funkeln. Am Ende des Abends blickte man sowohl beim Publikum als auch bei den Musikerinnen und Musikern in zufriedene Gesichter.
