Sande/Wilhelmshaven - Angekündigt und zugesagt war die stündliche Direktverbindung von Wilhelmshaven nach Bremen für 2022 – doch nun ist sie erneut verschoben worden; und zwar um ein weiteres Jahr. „Wir sind sauer“, sagt Hans-Joachim Zschiesche, Vorsitzender des Regionalverbands Ems-Jade des Fahrgastverbands ProBahn. „Nun müssen Bahnfahrer weiter in Oldenburg kompliziert umsteigen, wenn sie weiter Richtung Bremen wollen“, so Zschiesche.
Damit bleibt das Zugfahren in Friesland/Wilhelmshaven weiter nicht besonders attraktiv. Der Grund für die Verschiebung liegt in Oldenburg: Wegen Verspätungen durch die Baustelle Bahnübergang Alexanderstraße wurde die Verlängerung nach Bremen erst gar nicht vorbereitet. Immerhin soll es im Dezember mit der neuen Regio-S-Bahn Linie 3 eine Verbesserung im Berufsverkehr geben. Aber Bahnfahrer, die von der Linie Esens-Sande auf die Züge umsteigen wollen, haben nichts davon: „Es gibt schlicht keinen Anschluss in Sande an die Taktverstärkung“, so Zschiesche. Das sei ärgerlich, denn der Bahnhof Sande sei immer noch der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Friesland-Wilhelmshaven.
