Wangerland/Wangerooge - Kaum war das Urteil des Oberverwaltungsgerichts in der Welt, explodierten bei der Wangerland Touristik kurz vor Pfingsten die Telefonleitungen: Das Gericht hatte die so genannte Landeskinder-Regelung in der Corona-Verordnung gekippt. Das bedeutete: Alle dürfen in Niedersachsen Urlaub machen, ganz gleich, aus welchem Bundesland sie kommen. „Wir haben reichlich Platz – vor allem zum Übernachten“, frohlockte Wangerlands-Cheftouristiker Armin Kanning.
Tatsächlich hatten sich die Küstenurlauber zu Pfingsten auch vom Regenwetter nicht beeindrucken lassen. Nach der Öffnung des Tourismus’ reisten Urlauber vor allem aus NRW auf die Inseln und an die Küstenbadeorte. Allerdings hatten auch viele Urlauber ihre Buchung storniert, als noch galt, dass nur Niedersachsen im eigenen Land Urlaub machen dürfen. Viele hatten sich umorientiert und sind stattdessen woanders hingefahren.
Voll, aber nicht überlaufen, so lautete dann auch das Resümee der Pfingsttage im Wangerland und auf Wangerooge. Mit den Corona-Lockerungen konnte Tourismus mit Übernachtungen, Außengastronomie und Testpflicht stattfinden. Auch Wohnmobile durften kommen, und die Camper machten von dem Angebot gern und reichlich Gebrauch.
Trotz des nasskalten Wetters waren Betreiber von Hotellerie und Gastronomie froh, dass sie ihr Geschäft wieder aufnehmen konnten. Auch Vermieter von Ferienwohnungen waren erleichtert. Im Wangerland und auf Wangerooge hatten mehrere Testzentren eröffnet, die Urlauber auf Corona testeten.
