Jeverland - Keine rauschenden Silvesterbälle, keine Partys – stattdessen Raclette und Spieleabende mit Freunden oder Fondue mit der Familie zu Hause im geschmückten Wohnzimmer, dazu der Partymix von Spotify oder der Silvestercountdown und „Dinner for one“ im TV: Einen ruhigen und unspektakulären Jahreswechsel haben die Menschen im Jeverland gefeiert.
Feuerwerk gab es ja auch diesmal wieder nicht zu kaufen – was die „Pyromanen“ unter den Silvesterfeiernden allerdings nicht davon abhielt, wenigstens um Mitternacht im privaten Garten oder vor der Haustür einen Feuerzauber zu veranstalten und es krachen zu lassen. „Das ist ja ganz ordentlich . . . dafür, dass es hier nirgendwo Feuerwerk zu kaufen gab“, kommentierte ein Schortenser, der draußen vor seinem Haus mit Sektglas in der Hand das Feuerwerk beobachtet.
Restbestände gezündet
Vielerorts im Jeverland wurden noch Feuerwerksrestbestände gezündet und Raketen abgefeuert. Die Vermutung liegt nahe, dass das, was da noch so alles knallte, krawummte und heulend und pfeifend nach oben zischte und für einen bunten Sternenregen am Himmel sorgte, nicht nur in Kellern und Garagen lagerte, sondern irgendwo frisch eingekauft war für den Jahreswechsel 2021/22.
Neuer Plan muss her
In kleiner Runde begingen auch Grete und Dieter Zirpel und Julian McKay den Jahreswechsel bei ihren Freunden Susi Guttzeit und Stephan Tilch in Addernhausen. Ursprünglich hatten sie eine Silvesterfeier bei den Skiterrassen in Hooksiel geplant, doch nachdem alles abgesagt werden musste, wurde neu geplant. Mit einem guten Silvestermenü, mit Partyspielen und um Mitternacht mit einem Kinderfeuerwerk bei den Nachbarn. „Hoffentlich kann man nächstes Jahr mal wieder tanzen gehen zu Silvester“, hofft Grete Zirpel.
Ähnlich entspannt hießen viele Familien das neue Jahr willkommen. So auch Hans-Michael und Maria del Pilar Schulte, die mit Tochter Christina und Enkel Jonathan zu Hause lecker gekocht haben und einen entspannten Spiele- und TV-Abend verbrachten. Um Mitternacht verfolgten sie vor der Haustür das Reste-Feuerwerk am Himmel. Der hatte wenigstens zum Jahreswechsel mal kurz den Nieselregen eingestellt.
Böllern nicht verboten
Aus Sicht der Polizei war es kein so ruhiger Jahreswechsel wie erhofft, es gab mehrere Einsätze. Silvester spielte sich fast ausschließlich in privaten Wohnungen und Häusern ab, da gab es manche Streitereien und Konflikte.
Und: Böllern war ja nicht verboten, so lange sich das alles auf privatem Grund abspielte beziehungsweise es keine größeren Menschenansammlungen gab.
