Jever - Die Schlachtmühle und das landwirtschaftliche Museum laden am 10. und 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, zum Apfelfest ein. In diesem Jahr gibt es allerdings noch mehr Gründe, um zu feiern: Die Schlachtmühle in Jever ist für das Magazin „Tag des offenen Denkmals“ ausgewählt worden – und repräsentiert das Bundesland Niedersachsen.
Besondere Ehre
Das Magazin wird deutschlandweit an alle Beteiligten des Tages des offenen Denkmals, der 2022 am 11. September stattfindet, von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz herausgegeben. Die genannten Denkmäler bezeichnet es als „eindrucksvolle stumme Zeugen unserer Geschichte“ und hebt die Schlachtmühle beispielhaft für norddeutsche Windmühlen, die es in dieser Region seit 300 Jahren gibt, hervor: „Die Schlachtmühle ist funktionstüchtig und erweckt das historische Handwerk des Müllers zum Leben.“
„Die Erwähnung war eine nette Überraschung“, berichtet Edzard de Buhr vom Arbeitskreis Schlachtmühle. „Wir hatten nur unsere Veranstaltungen für den Tag des offenen Denkmals eingereicht. Dann aus allen in Niedersachsen ausgesucht und in ganz Deutschland beworben zu werden, das ist schon schön. Wir haben auch bereits Glückwünsche bekommen.“ Der Arbeitskreis des Jeverländischen Altertums- und Heimatverein besteht in diesem Jahr seit zehn Jahren; die Mühle selbst seit 175 Jahren.
Apfelfest-Wochenende
Die Veranstaltungen, die am 11. September stattfinden, aber auch schon am Samstag, den 10. September, beginnen, bilden das Apfelfest der Mühle und des Museums. Dabei können die Besucher ihre eigenen Äpfel pflücken, die im Mühlengarten und auf der Obstwiese wachsen, und sie dann weiterverarbeiten. In kleinen Stücken können sie etwa in Pfannkuchen gebacken oder bei der Apfelpresse des Regionalen Umweltzentrums zu Saft verarbeitet werden. „Es ist ein gutes Apfel-Jahr“, freut sich de Buhr. Außerdem gibt es neben anderen Apfelspezialitäten Kaffee und Kuchen – natürlich auch mit Äpfeln –, Bratwurst, Kinderspiele und -fahrzeuge, Mühlenbesichtigungen und alles, was es sonst auch im Museum zu erkunden gilt.
Ab September sind die Mühle und das Museum auch außerhalb der Veranstaltung samstags und sonntags geöffnet, davor noch durchgehend von Dienstag bis Sonntag: „Das konnten wir erstmalig ermöglichen, da wir dieses Jahr genug Personal, vor allem Müller, hatten.“
Auch zwei Online-Angebote stellt die Schlachtmühle auf der Website des Tags des offenen Denkmals zur Verfügung: einen Podcast und eine virtuelle Führung.
Außer der Schlachtmühle bietet auch das Museum im Landrichterhaus in Neustadtgödens eine Veranstaltung an. Die Führung soll eine Stunde dauern und beschäftigt sich mit der religiösen Vielfalt des Ortes. Sie beginnt am 11. September um 15 Uhr.
