Jever - Das Bauunternehmen Heino Frerichs in Jever stellt den Betrieb nach mehr als 100 Jahren Unternehmensgeschichte ein. Am Freitagmittag wurde über das Vermögen der Heino Frerichs GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet und Rechtsanwalt Michael Waculik zum Insolvenzverwalter bestellt.
Bereits am 13. Juni war das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Seitdem wurde der Betrieb aufrechterhalten. Bestehende Aufträge wurden weiter abgewickelt. Die Arbeitnehmer haben in dieser Zeit ihre Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld erhalten.
Rechtsanwalt Waculik (Jever) teilte am Freitagmittag mit, dass es trotz intensivster Sanierungsbemühungen während des vorläufigen Insolvenzverfahrens nicht gelungen ist, Zukunftsperspektiven für das Unternehmen aufzubauen. Nach Mitteilung des Insolvenzverwalters liege die Baubranche am Boden und in absehbarer Zeit sei keine Besserung in Sicht. Das habe sämtliche potenziellen Investoren davon abgehalten, ins Risiko zu gehen und das Unternehmen der Heino Frerichs GmbH zu übernehmen. „Die Auftragslage ist katastrophal“, erklärte Waculik. „Am Markt geht nichts mehr.“
Mit großem Bedauern hat der Insolvenzverwalter die Mitarbeiter über die Entscheidung der Betriebsschließung bei einer Betriebsversammlung informiert. Alle der noch bestehenden rund 40 Arbeitsplätze werden gekündigt.
„Es bleibt nur zu hoffen, dass die von den Kündigungen betroffenen Arbeitnehmer schnellstmöglich eine neue Anstellung finden“, sagte Waculik. Die noch bestehenden Aufträge sollen vor dem Hintergrund der Insolvenz „bestmöglich abgewickelt“ werden. Für die von der Heino Frerichs GmbH initiierten Bauprojekte sollen Folgelösungen gefunden werden.
