Jever - Die Bibliothek des Mariengymnasiums hat einen Riesen-Bestand an historischen Kostbarkeiten. Unter dem Motto „ein Kosmos für sich“ lädt das Bibliotheks-Team an zwei Sonntagen, 14. und 21. November, von 14 bis 17 Uhr zum Erkunden ein. Der Eintritt ist frei, es gilt die 2G-Regel.

Gegründet 1573 als Lateinschule, reicht der Buchbestand der Bibliothek bis in die Zeit der Inkunabeln zurück – das älteste Werk ist von 1491 – und zählt zu den Kulturschätzen Nordwestdeutschlands, berichtet Hartmut Peters vom Förderverein der Bibliothek.

Neben dem wertvollen Altbestand umfasst die Bibliothek rund 20000 Titel aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart. „Sie bietet damit einzigartige Einblicke in die sich wandelnden Interessen der gesellschaftlichen Schichten und staatlichen Obrigkeiten von der Renaissance bis in die Jetzt-Zeit und die Kulturgeschichte unserer Region“, so Peters.

Vor einem Jahr hatte der Förderverein den Band „Die Bibliothek des Mariengymnasiums Jever – ein Kosmos für sich“ herausgebracht. 374 Seiten und 280 Abbildungen geben einen Einblick in diese ganz eigene Welt aus Papier, Pergament und Druckerschwärze. Von der Schedelschen Weltchronik (1493) über Flugschriften der Luther-Zeit, Buntpapiere des Barock, die Pest in Danzig von 1709, ein rassistisches Kinderbuch der SS bis zu einem Werk des jeverschen Lyrikers Oswald Andrae (1977) reicht das Themenspektrum. Ein gutes Dutzend Autorinnen und Autoren waren an der Veröffentlichung beteiligt.

Nun gehen Bibliothek, Förderverein und Autoren einen Schritt weiter und wollen ihre Freude, mit zum Teil weltberühmten Originalen zu arbeiten, allen Bücherfreunden vermitteln. Die Ausstellung zeigt die porträtierten Werke des Buchs. Auch Autoren werden anwesend sein und kommen gern mit Interessierten ins Gespräch.