Jever - Es ist geschafft: 1400 Steine in den sieben Farben des Regenbogens stapeln sich in Kisten und Körben bei Anke Casper.

Sie ist Initiatorin der Regenbogensteine-Aktion im Rahmen des jeverschen Bündnisses „Mehr Menschlichkeit“. Stadt und Vereine hatten sich zusammengeschlossen, um Senioren und Kindern, die unter den Corona-Beschränkungen besonders zu leiden haben, mit Aktionen die Zeit etwas zu verschönern.

Die Idee hinter den Regenbogensteinen: Die Steine – immer sieben bilden einen Regenbogen – sollen entlang der Wege des Kirchplatzes ausgelegt werden. Sie sind Zeichen von Zusammenhalt und Gemeinschaft, Ausdruck der Hoffnung auf bessere Zeiten und symbolisieren die Vergessenen – Kinder und Senioren.

Aus dem ursprünglichen Plan, mit den Regenbogensteinen den Erstklässlern am Samstag, 29. August, zum Einschulungsgottesdienst eine Freude zu machen, wird indes nichts: „Wegen Corona wird es keinen Gottesdienst geben – das ist natürlich sehr schade“, sagt Anke Casper. Stattdessen teilen sich die drei jeverschen Pastoren auf und besuchen die Grundschulen.

„Pastor Thorsten Harland und ich suchen nun einen Termin Anfang September, an dem wir die Regenbogen-Steine auf dem Kirchplatz auslegen“, kündigt Anke Casper an.


Sie ist überglücklich, dass so viele alte und junge Jeveraner ihre Idee aufgegriffen und Steine in den sieben Regenbogenfarben bemalt haben. „Es war begeisternd zu sehen, welchen Anklang bei allen Generationen diese Bunte-Steine-Aktion gefunden hat“, freut sie sich. Steine bemalt haben neben Kindergartenkindern und mehreren Müttern und Großmüttern mit Kindern auch die Senioren in den Heimen Moca, Pflegebutler und Sophienstift. „Mit Abstand wurden dort die Farben rot und gelb bevorzugt, während hellblau nicht so beliebt war. Aber letztendlich wurde auch das ausgeglichen“, berichtet Anke Casper.

Die Mädchen der jüngeren Showdance-Gruppe aus dem Tanzraum am Kirchplatz mit Bettina Ludwig malten ebenfalls. „Wir haben mitgemacht, weil es eine so tolle Aktion ist und gerade für Kinder die Zeit sehr schwer zu verstehen ist“, sagte ein Mädchen bei der Übergabe der Regenbogen-Steine.