Jever/Cleverns - Den Auftakt ins neue Sportjahr 2022 hatten sich die Landesliga-Basketballer der SG Cleverns-Sandel ganz anders vorgestellt: Aufgrund einer völlig verschlafenen ersten Halbzeit im Heimspiel gegen den Oldenburger TB II musste sich der Tabellenzweite trotz einer Aufholjagd im Schlussviertel unterm Strich verdient mit 65:74 (18:37) geschlagen geben. Es war zugleich die erste Saisonniederlage der Grün-Weißen im dritten Spiel.
„Leider haben wir erst im letzten Viertel die Leistung gezeigt, die wir im Stande sind zu zeigen“, bedauerte SG-Teammanager und nannte Gründe für die Heimpleite gegen die junge, aber eingespielte Regionalliga-Reserve von der Hunte: „Die lange Pause, das unregelmäßige Training aber auch der starke und schnelle Gegner trugen ihren Teil dazu bei, dass wir in der ersten Halbzeit nicht stattgefunden haben. Unsere Aufholjagd war echt stark, aber letztendlich hat der OTB II verdient gewonnen.“
Unterirdische Trefferquote
Und so kam es dazu: Gerade einmal magere sieben Punkte im ersten Viertel konnten die Clevernser gegen die schnellen Oldenburger erzielen, die ihrerseits dank zahlreicher Fastbreaks 21 Zähler markierten. „Wir haben zu viele individuelle und technische Fehler gemacht, und auch die Trefferquote war unterirdisch“, analysierte Schönbohm. Zudem seien die Hausherren immer wieder an der aggressiven Manndeckung der Gäste verzweifelt, so dass viele Bälle sofort wieder hergeschenkt worden seien: „Wir kamen einfach überhaupt nicht ins Spiel.“
Auch im zweiten Durchgang ließen die Clevernser viel Luft nach oben – zumal man das nötige Zusammenspiel größtenteils vermissen ließ. So stand zur Pause ein 19-Punkte-Rückstand auf der Anzeigetafel. „18 eigene Punkte in einer Halbzeit ist viel zu wenig, aber spiegelt unsere Leistung leider auch wider“, musste Kapitän Andre Sjuts enttäuscht feststellen.
Zwar zeigten sich die Jeverländer nach dem Seitenwechsel im Angriffsspiel wesentlich sicherer. Doch zogen die Gäste dank vier Dreiern in Folge zwischenzeitlich sogar auf 26 Punkte davon. „Nach der zwingend notwendigen Auszeit haben wir dann endlich ein anderes Gesicht gezeigt“, sagte Schönbohm.
Hebel erst im Schlussviertel umgelegt
Beim Stand von 36:57 ging es mit 21 Zählern Rückstand ins letzte Viertel, das die Clevernser letztlich mit 29:17 für sich entscheiden konnten. Fast hätte es sogar noch zur richtigen Wende gereicht. Angeführt von Dominik Horn, der viele wichtige Dreier traf, kamen die Hausherren immer näher heran. Zumal die SG-Abwehr nun hellwach agierte, viele Ballgewinne generierte, die im Angriff wiederum in einfache Punkte umgemünzt wurden.
In der letzten Minute war das SG-Team tatsächlich auf drei Punkte dran (64:67). Aufgrund von Fehlwürfen und Fehlpässen wurde das Happy-End der furiosen Aufholjagd allerdings verpasst – und der OTB II setzte sich noch wieder auf neun Punkte ab.
SG Cleverns-Sandel: Bil (16 Punkte/1 Dreier), Horn (15/ 3), Sjuts (11), Kammen (8), Wirges (7), Begemann 4, Schönbohm (2), Cuong (2), Hinrichs.
