Jever - Während das DRK-Jeverland von „Missverständnissen“ spricht, die nun im Gespräch mit dem Landkreis ausgeräumt worden seien, ist man beim Kreis Friesland ganz anderer Ansicht: Die Aussagen des DRK-Kreisverbands Jeverland seien nicht abgestimmt, hieß es aus dem Kreisamt: „Der Landkreis distanziert sich deswegen vom Inhalt.“
„Nach unserem Kenntnisstand dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiter an“, teilte Kreis-Sprecherin Nicola Karmires mit. Auch die Sonderermittlung der Kreisverwaltung ist noch nicht abgeschlossen. „Somit ist dem Landkreis weiterhin unter anderem nicht bekannt, ob das DRK alle Gelder vertragskonform verwendet hat oder ob ein Überschuss entstanden ist. Auch ist nicht bekannt, ob die genannten Beträge vom DRK auch an die Mitarbeitenden gezahlt wurden, dazu liegen uns keine Nachweise vor.“
Zuletzt Ende Oktober habe es ein Gespräch zwischen Kreisverwaltung und DRK-Vorstand gegeben. Dabei habe der Landkreis begrüßt, „wieder eine gemeinsame Gesprächsebene zu schaffen“. Doch die Aussagen von Vorsitzender Heide Bastrop, die nicht mit dem Kreis abgestimmt seien, „widersprechen deutlich der seitens Landkreis wünschenswerten vertrauensvollen Basis einer Zusammenarbeit. Deswegen prüfen wir nun, ob eine Zusammenarbeit bei weiteren Projekten noch möglich sein kann“, so Karmires.
