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NWZonline.de Region Friesland

Jevers Rotarier helfen Burundi: Ultraschallgerät auf dem Weg nach Afrika

19.04.2021

Jever /Meppen Die Welt ist ein Dorf und voller Zufälle. Über diese Lebensweisheiten können der aus Burundi stammende Dr. Evariste Gafumbegete, Chefarzt der Pathologie im Krankenhaus Ludmillen­stift in Meppen, und Theda Janssen-Nickel (Wangerland) eine Geschichte erzählen. Bis 2019 kannten sich die beiden Mitglieder der Rotary-Clubs Meppen und Jever-Jeverland nicht.

Bei Rotary getroffen

Dann trafen sie bei einer Rotary-Veranstaltung aufeinander und stellten fest, dass Janssen-Nickel seit den 1980er Jahren den Bruder von Gafumbegete, den Arzt Dr. Ferdinand Sango, sehr gut kennt. Immer wieder haben sich ihre Wege gekreuzt. Etwa in den 1990er Jahren, als Janssen-Nickel als Expertin für die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN den Arzt wiedersah. „Ferdinand wollte nur wissen, welche Deutsche für die FAO in Burundi arbeitet – das war ich. Was für ein Zufall“, sagt Theda Janssen-Nickel.

In Burundi, einem der ärmsten Länder der Welt, baut Sango, der fast 40 Jahre in Bernkastel-Kues als niedergelassener Arzt und Chirurg gearbeitet hat, seit acht Jahren in Gatumba nahe der Hauptstadt Bujumbura eine onkologische Klinik auf. Das alles erzählte Janssen-Nickel ihrem rotarischen Freund Dr. Gerald Rodemer. Der Arzt hat für seine Wilhelmshavener Praxisgemeinschaft für Onkologie und Urologie gerade ein neues Ultraschallgerät angeschafft. Was lag da näher, als das alte, voll funktionsfähige Gerät der neuen Klinik in Gatumba zu schenken.

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Gerät nötig gebraucht

Also machte sich Gafumbegete von Meppen aus mit seinem Freund Diallo Mamadou auf, um das Ultraschallgerät in Wilhelmshaven abzuholen, um es dann auf seine Kosten nach Gatumba schaffen zu lassen. Was kaum jemand weiß: In Burundi sind die Menschen seit der Kolonialzeit laut Gafumbegete noch heute sehr deutschfreundlich und an allem interessiert, was in der Bundesrepublik geschieht.

„Mein Bruder freut sich schon riesig auf das Ultraschall-Gerät, das in unserem armen Land so nötig gebraucht wird“, sagt Gafumbegete. Er kam über Rumänien zum Studium nach Kiel und ist heute Chefarzt in Meppen, hilft aber seinem Heimatland wie und wo immer es geht.

Burundi – einst Deutsch-Ostafrika

Die Republik Burundi liegt in Ost-Afrika; sie grenzt im Norden an Ruanda, im Osten an Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Der größte Teil der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo liegt im Tanganjikasee. Das Land belegt mit einem BIP von geschätzt rund 270 US-Dollar pro Kopf Rang 1 der Länder mit dem niedrigsten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weltweit. Die Bevölkerung ist sehr jung: 2019 waren 45,4 Prozent jünger als 15 Jahre, das Medianalter betrug 17,3 Jahre.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Burundi bei der Aufteilung Afrikas unter den europäischen Großmächten Deutschland zugeschlagen und zusammen mit „Ruanda“ als „Urundi“ der Kolonie Deutsch-Ostafrika unterstellt. Im Ersten Weltkrieg wurde das Land von belgischen Streitkräften erobert und danach vom Völkerbund Belgien als Teil des Mandatsgebiets Ruanda-Urundi zugesprochen.

Ab 1959 wurde Ruanda-Urundi auf die Unabhängigkeit vorbereitet, 1962 wurde Burundi Königreich, 1966 wurde die Monarchie abgeschafft. Seitdem gab es immer wieder Putsche und Unruhen und Kämpfe zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu und Tutsi. Verhandlungen unter Leitung von Nelson Mandela brachten im Jahr 2000 den Friedensvertrag von Arusha.

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