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Falschgold-Prozess in Oldenburg Auch Polizeibeamter unter den Geschädigten des „Goldjungen“ aus Schortens

Franz-Josef Höffmann
Symbolbild

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Jever/Oldenburg - Falschgoldhändler Tobias G. aus Schortens hat Falschgold auch an einen Polizeibeamten verkauft: Das bestätigte der Polizist am Donnerstag im Betrugsprozess vor dem Landgericht Oldenburgt. Der Beamte kauft gelegentlich Gold auf und verkauft es dann weiter. So wurde er auf Ebay-Kleinanzeigen auf den 27-Jährigen aus Schortens aufmerksam. Tobias G. bot dort Gold und Krügerrand-Goldmünzen an. Der Polizist hatte zwei Münzen kaufen wollen, bekam aber zwei kleine Goldbarren. Das machte ihn stutzig. Das Päckchen mit der Ware sei nicht nur verspätet angekommen, sondern habe als Absendeort Hamburg und nicht Schortens aufgewiesen, sagte der Beamte am Donnerstag.

Barren statt Münzen

Das Öffnen des Päckchens hatte der Polizist mit einer Videokamera gefilmt – zur Beweissicherung. Statt zwei Münzen kamen zwei kleine Goldbarren zum Vorschein. Dem Beamten wäre das egal gewesen, wenn das Gold echt gewesen wäre. War es aber nicht. Dass es sich bei der Ware nicht um echtes Gold handelt, sondern um Billigmetall aus China, darauf habe der Angeklagte nicht hingewiesen, so der Zeuge. Tobias G., als „Goldjunge“ bundesweit bekannt, bestreitet das. Wegen früherer Betrügereien mit Falschgold war der Angeklagte vom Amtsgericht Jever zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig. Die Fälle, die jetzt verhandelt werden, hatte er nach der Verurteilung begangen. Er will sein Geschäftsmodell geändert haben. Bei den neuen Verkäufen will er in der Angebots-Überschrift das Wörtchen „plated“ – es bezeichnet nur vergoldete Ware – geschrieben haben. Das sollte ihn endlich vor weiteren Betrugsvorwürfen schützen.

Erneute Täuschung

Doch die Staatsanwaltschaft sieht darin erneut eine Täuschung. Und in der Tat: Einige der Geschädigten aus den neuen Verkäufen konnten mit dem Wort „plated“ nichts anfangen. Der Polizist sagte, bei ihm habe das Wort „plated“ nicht gestanden. Jetzt soll von Ebay der Verkaufstext besorgt werden. Der Zeuge hatte durch den Ankauf des Falschgolds mehrere 1000 Euro verloren.

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