Jever/Sande - Als Außenseiter waren der TuS Sande und der MTV Jever jeweils in ihre ersten Saisonspiele gegangen. Beim 3:9 vom Landesligisten Sande in Bawinkel bewahrheitete sich diese Einschätzung. Jever dagegen sorgte mit dem 6:4-Heimsieg gegen den hoch gehandelten SC Marklohe für eine echte Überraschung in der Oberliga.
MTV-Kapitän überrascht
„Auf einen Punkt hatten wir ein bisschen gehofft, aber mit einem Sieg nie gerechnet“, erklärte MTV-Kapitän Fabian Pfaffe. Mangelnde Spielpraxis sei allen Spielern anzusehen gewesen, fand er. Der MTV schien aber ein Stück weiter zu sein als die Gäste.
In den Doppeln wurde Spannung bis zum Ende geboten: Während Pfaffe und Adrian Dugiel den fünften Satz gegen Florian Buch/Sven Hielscher 11:9 gewannen, verloren Hendrik Hicken und Janek Hinrichs ihren gegen Max Kulins/Bastian Meyer 11:13.
Danach setzte sich der MTV aber ab: In der ersten Einzelrunde musste sich nur Pfaffe gegen Buch geschlagen geben. Überraschend kam vor allem Hickens Erfolg gegen Kulins. Und so konnte das obere Paarkreuz dann sogar schon für die Entscheidung sorgen: Im schönsten Spiel des Tages setzte sich Dugiel erstmals gegen Buch und dessen harte Vorhand-Angriffe durch.
Und Pfaffe stellte seine Taktik gegen Hielscher erfolgreich um. Er gewann die Sätze vier und fünf ganz souverän. 6:2 – der Sieg stand fest, auch wenn im neuen System der Oberliga alle Einzel durchgespielt werden. Die beiden folgenden Niederlagen konnte der MTV so aber verschmerzen.
Für Jever punkteten Dugiel/Pfaffe, Dugiel (2), Pfaffe, Hinrichs, Hicken.
Unglücklicher Start
Auch Landesligist Sande bekam es gleich zum Saisonstart mit einem Titelfavoriten zu tun. „Die Niederlage in Bawinkel war verdient, aber vielleicht ein wenig zu hoch“, fand Alexander Janssen. Mit 0:7 geriet der TuS in Rückstand, hatte bis dahin aber viermal erst im fünften Satz verloren. „Dass gleich zwei Doppel 2:3 weggegangen sind, war ein sehr unglücklicher Start“, ärgerte sich Janssen.
Eddie Dreyer konnte gegen Linkshänder David Janzen endlich den ersten Punkt holen, und plötzlich lief es für den TuS sogar noch etwas versöhnlich: Gegen das obere Paarkreuz der Emsländer, vielleicht das stärkste der Liga, gelangen durch Henning Hartmann über Ingo Hantke und Janssen über Maximilian Bode noch zwei Zähler. Mehr war allerdings nicht zu holen. „Nicht so schlimm, punkten müssen wir woanders“, fand Janssen.
