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NWZonline.de Region Friesland

In Erinnerung an Kinderärztin

07.05.2018

Jever Die Dr.-Gabriele-Ruge-Stiftung gibt es seit mehr als 20 Jahren in Jever, sie ist aber wohl nur wenigen ein Begriff. Sie arbeite im Verborgenen und unterstützt an Leukämie oder Krebs erkrankte Kinder sowie ihre Eltern in Wilhelmshaven, Friesland und Ostfriesland.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde blickte jetzt der Vorstand um Vorsitzenden Prof. Dr. Hermann Müller und der Beirat in der Oldenburgischen Landesbank (OLB) in Jever auf das Wirken der Stiftung.

Dr. Gabriele Ruge und ihre Schwestern

Dr. Gabriele Ruge (geb. 12. Dezember 1909, gest. 18. November 1980) wurde als mittlere von drei Töchtern von Wilhelmine und Dr. Sophus Ruge, Augenarzt, geboren. Gemeinsam mit Hertha (1908 - 2000) und Annegret (1920 - 1998) wächst sie in Dortmund auf. Gabriele Ruge ergreift in vierter Generation das Medizinstudium zunächst in Münster, dann in Innsbruck und Marburg. Das Staatsexamen legt sie in Hamburg ab.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wird sie nach Wilhelmshaven an das St. Willehad-Hospital dienstverpflichtet.

1947 lässt sich Gabriele Ruge als erste Kinderärztin an der Bismarckstraße in Jever nieder.

1953 zieht die Familie nach. Es folgen der Umzug der Praxis und der Einzug in das neu gebaute Haus an der Lindenallee.

Nach dem Tod des Vaters 1960, die Mutter starb schon 1942, leben die drei Schwestern in der Gemeinschaft an der Lindenallee. Sie trennt erst der Tod.

Gegründet wurde sie 1998 von den Schwestern Hertha und Annegret Ruge in Erinnerung an ihre Schwester Dr. Gabriele Ruge, die bis kurz vor ihrem Tod am 18. November 1980 als Kinderärztin in Jever tätig war. Mit der Stiftung weisen die Schwestern auf das jahrzehntelange Engagement der „Doktorin“, wie sie ihre Schwester freundschaftlich nannten, hin.

Hilfe zur Genesung

Der Zweck der Stiftung ist es, den kranken Kindern und deren Eltern Mittel für diagnostische und therapeutische Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Ebenso werden Mittel zur Rehabilitation und Genesung sowie zur Unterstützung des Elternvereins und der psychosozialen Situation betroffener Familien bereitgestellt.

Außerdem sollen die Stiftungsgelder helfen, die Ausstattung von Therapieeinrichtungen zu verbessern.

Prof. Dr. Hermann Müller, Direktor des pädiatrisch-onkologischen Zentrums am Klinikum Oldenburg und Koordinator im Verbund Pädiatrische Onkologie Weser-Ems, ist seit 2005 Vorsitzender der Dr.-Gabriele-Ruge-Stiftung.

In den vergangenen 20 Jahren konnte die Stiftung, die von der OLB-Jever verwaltet wird, Ausschüttungen von knapp 100 000 Euro ermöglichen.

Seit 2004 unterstützt die Stiftung den „Elternverein für für krebskranke Kinder Wilhelmshaven – Friesland – Harlingerland“.

Sie bietet zudem finanzielle Unterstützung der häuslichen, psychotherapeutischen Betreuung betroffener Familien in Weser-Ems. Seit 2010 unterstützt sie auch das Projekt SpielRAUM, das von Selbsthilfegruppen im Verbund getragen wird. Bei SpielRAUM geht es um die Gestaltung des Spielzimmers auf der kinderonkologischen Station im Klinikum Oldenburg.

Im Rahmen dieses Projektes beteiligt sich der Elternverein auch an der Finanzierung der Stelle der Heilpädagogin Daniela Lüker, die auf Station und im ambulanten Bereich der Kinderonkologie in Oldenburg Kindern und Eltern zur Seite steht.

Verein unterstützt

In den Jahren vor 2004 unterstütze die Stiftung unter anderem den Elternvereins für krebskranke Kinder und ihre Familien in Ostfriesland und Umgebung und die ehrenamtliche Tätigkeit von Dipl.-Psych. Karin Böseler, die sich um häusliche Psychotherapie betroffener Familien in Weser-Ems kümmerte.

Dr. Gabriele Ruge (1909 bis 1980) war als erste Kinderärztin von Jever vielfältig engagiert. So übernahm sie die ärztliche Betreuung der Kinder im DRK-Kinderkurheim Schillig in den Nachkriegsjahren bis 1972.

Ruge unterstützte den Landkreis Friesland bei Schuluntersuchungen, in den Kindergärten, bei der Mütterberatung, bei Schluckimpfungen sowie bei der Personalbetreuung im Sophienstift in Jever.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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