JEVERLAND - Die Beschränkung des so genannten „Mammographie-Screenings“ zur Brustkrebs-Früherkennung auf Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist im Jeverland auf Kritik gestoßen.

Nachdem sich schon die Vorsitzende der SPD-AG 60 Plus, Renate Mögling, „verwundert“ über die Regelung gezeigt hatte (die NWZ berichtete), äußerten sich jetzt auch die Schortenser Landfrauen „erschrocken“: „Da gibt es Erfolge mit der neuen Technik zur Früherkennung des Brustkrebs und wir Frauen über 70 Jahre dürfen daran nicht mehr teilnehmen – und das in einer Zeit, in der ,wir Alten‘ es sind, die zum Wohl der Allgemeinheit beitragen, zahlreiche Ehrenämter am Leben erhalten und nun auch wieder als Rentner ins Berufsleben einsteigen sollen“, schreibt Magdalene Theilen von den Landfrauen. „Täglich sagt man uns zudem, dass wir uns gesund ernähren sollen und dass wir Sport treiben müssen, um fit zu bleiben. Nur beim Mammographie-Screening, da will uns per Gesetz keiner mehr sehen“, so Theilen.

Dr. Gerold Hecht, verantwortlicher Arzt des Mammographie-Screenings Nordwest, verwies auf Nachfrage der NWZ auf Modellstudien, die zurzeit in den Niederlanden und Schweden die Ausweitung der Brustkrebs-Früherkennung auf Frauen über 70 und unter 50 Jahren prüfen. Interview, S.28