Bremen/Sande - Eiskalt vor dem gegnerischen Kasten, robust in den Zweikämpfen: Dank der bislang besten Saisonleistung haben die Jadehaie des ECW Sande am Freitagabend die Weserstars Bremen mit 10:1 (5:1, 3:0, 2:0) aus deren Halle gefegt. Schon im ersten Drittel hatten die nur mit einem kleinen Kader angereisten Gäste für klare Verhältnisse gesorgt.
„Manchmal machen mich die Jungs doch sprachlos“, erklärte ECW-Trainer Nick Hurbanek nach der Rückkehr von der Weser und fügte hochzufrieden hinzu: „Das war eine auch für uns Trainer überraschend starke Leistung.“
Den Torreigen hatte Kapitän Sergejs Piskunovs bereits in der 3. Minute eröffnet. Dann erhöhten Tim Maier (9.) und Johannes Mundt (11.) per Doppelschlag auf 3:0, ehe Jonah Henderson postwendend auf 1:3 verkürzte (11.). Doch es sollte der einzige Treffer der Hausherren in der einseitigen Partie bleiben, in der Normunds Vibans noch im ersten Durchgang den alten Abstand wieder herstellte – 4:1 (13.).
Viel Zug zum Tor
„Die Jungs haben – wie gefordert – einfach gespielt und mit gutem Zug zum Tor“, lobte Hurbanek: „Wir haben kurz vor dem Spiel noch ein paar Punkte angesprochen, die die Mannschaft dann gekonnt umgesetzt hat.“
Im zweiten Drittel bekamen die 300 Zuschauer – darunter viele mitgereiste Haie-Fans – noch drei weitere Tore der Gäste zu sehen, die spätestens mit dem 7:1 durch Vibans (40.) bereits für die Vorentscheidung sorgten. Doch der Torhunger war noch nicht gestillt. Mit zwei Treffern in der Schlussminute machten Vitalijs Jache und Artur Galwas das Ergebnis sogar zweistellig.
„Von Bremen kam an diesem Abend nicht viel. Deren Spiel ist viel auf Unruhe ausgelegt“, sagte Hurbanek: „Doch im ersten Drittel haben unsere Jungs gut die Ruhe bewahrt.“ Erst nach einem Ellenbogencheck des Bremer Spielertrainers Andrew McPherson gegen Alexander Josch, was mit einer Fünf-Minuten-Strafe geahndet wurde, hätten die Sander Spieler zurecht gezeigt, dass sie sich das nicht gefallen lassen: „Im zweiten Drittel haben sich unsere Spieler dann jedoch zu einigen unnötigen kleinen Revanchefouls hinreißen lassen, die dann auch geahndet wurden. Das war das einzige Manko an diesem Abend.“
Heimspiel gegen HSV folgt
Bereits an diesem Sonntagabend, 13. November, haben die Jadehaie nun den Hamburger SV im heimischen Haifischbecken an der Weserstraße zu Gast. Der HSV hatte am Freitagabend mit dem 6:3-Heimsieg gegen den amtierenden Meister Harzer Falken für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Anbully in Sande ist um 19 Uhr.
Tore: 0:1 Piskunovs (3./Vorlage Mamajs), 0:2 Maier (9./Mundt, Piskunovs), 0:3 Mundt (11./Maier), 1:3 Henderson (11.), 1:4 Vibans (13./Mundt, Mamajs), 1:5 Mundt (30./Barkovskis, Maier), 1:6 Balakuns (35./Jache, Piskunovs), 1:7 Vibans (40./Jache, Piskunovs), 1:8 Barkovskis (55./Maier, Vibans), 1:9 Jache (60./Josch, Mamajs), 1:10 Galwas (60.).
Strafen: 22 Weserstars + 5 McPherson – 20 Sande.
