Das ist kein Flachs: Vor 100 Tagen haben Gunda und Werner Kleinschmidt (rechts) zusammen mit Landwirt und Hobby-Leinenweber Ralf Hilbers aus Zetel beim Landrichterhaus in Neustadtgödens Flachssamen ausgesät, 100 Tage wuchsen sie zu Flachs heran und wurden nun als Leinen gerauft. Sprich: der Leinen wurde aus dem Boden gerupft. Nun wird er getrocknet und geriffelt, später die Fasern zu Garn versponnen und daraus Leinentuch gewebt. Viel Mühsal, um Stoffe für Kleidung, Bett- oder Tischwäsche herzustellen, aber davon lebten die Menschen vom 16. bis 18 Jahrhundert in Neustadtgödens. Der Flecken brachte es mit dem Flachsanbau und der Leinenweberei zu einem beträchtlichen Wohlstand. Das kleine Flachsfeld neben dem Landrichterhaus entstand im Zusammenhang mit der Sonderausstellung zur Leinenweberei in Neustadtgödens und zum 475-jährigen Bestehen des Fleckens.
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