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Nach Schimmel-Verdacht Rückkehr in die Container-Kita Oestringfelde

Die Möbel sind zurück: Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben am Donnerstag die Einrichung zurück in die Contaner-Kita nach Oestringfelde gebracht.

Die Möbel sind zurück: Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben am Donnerstag die Einrichung zurück in die Contaner-Kita nach Oestringfelde gebracht.

Oliver Braun

Schortens - Zurück am Klosterweg: Ab Dienstag, 8. August, werden in der Container-Kita am Klosterweg in Schortens wieder zwei Kita-Gruppen betreut. Das bestätigte Fachbereichsleiterin und Schortens’ stv. Verwaltungschefin Anja Müller am Donnerstag auf Nachfrage. Am Vormittag haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs das Mobiliar und Spielzeug bereits eingeräumt. Am Montag wird das Kita-Team wieder alles auspacken und an Ort und Stelle rücken, tags darauf kehren auch die Kinder zurück.

Die Kinder und ihre Erzieherinnen waren wegen eines unklaren Schimmel-Befalls in Teilen des Containers in den vergangenen Wochen vorübergehend ausquartiert worden in die noch nicht voll belegte und erst kurz zuvor fertiggestellte neue Krippe am Standort Jungfernbusch. Zum Start des neuen Kindergartenjahres ist jetzt alles saniert, gereinigt, beprobt, getestet und für gut befunden worden. Die Staatsanwaltschaft habe grünes Licht gegeben, dass der Kita-Container am Klosterweg wieder bedenkenlos genutzt werden darf, so Bürgermeister Gerhard Böhling.

Viel Wirbel

Um die Container-Kita hatte es in den vergangenen Wochen viel Wirbel gegeben. Nach einem lange unentdeckten Wassereinbruch hatte sich hinter verschlossenen Decken und Wänden Schimmel gebildet, der zu spät entdeckt und anschließend angeblich nur unzureichend beseitigt worden war. Die Verantwortlichen bei der Stadt mussten sich viel Kritik von den Eltern anhören, weil das Problem zu lange nicht ernst genug genommen wurde und die Stadt spät und erst auf öffentlichen Druck hin kommunizierte, was Sache ist in der Kita. Es folgte eine um Schadensbegrenzung bemühte Transparenz-Offensive mit öffentlichen Elternabenden, Elternbriefen, Krisensitzungen und Infoabenden mit Vertretern des Gesundheitsamts und einem Kinder- und Jugendmediziner, die sich zur möglichen Gesundheitsgefährdung durch Schimmelsporen äußerten. Auch das Hauptgebäude in Oestringfelde und eine baugleiche Container-Kita in Jungfernbusch wurden vorsichtshalber untersucht und beprobt. Ergebnis: ein anfänglicher vager Verdacht, der sich dann aber doch nicht bestätigte. Die leicht erhöhten Werte seien auf den täglichen Gebrauch zurückzuführen, so der Gutachter.

Noch kein Gutachten

„Leider liegt der Stadt das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten immer noch nicht vor“, so Böhling. Dennoch wurden die weniger betroffenen Räume von einer Firma, die auf Wasserschäden und Schimmelbeseitigung spezialisiert ist, feingereinigt, um die Nutzung mit Beginn des neuen Kindergartenjahres zu ermöglichen. „Mit bis zu zwölf Personen war das Team an fünf Tagen vor Ort und hat gute Arbeit geleistet. Bei der anschließenden Raumluftmessung durch den TÜV-Nord wurden keine Beeinträchtigungen mehr festgestellt“, so Böhling. Lediglich zwei Gruppenräume (einschließlich der Nebenräume) bleiben vorerst geschlossen, bis das Gutachten der Staatsanwaltschaft vorliegt. Diese Räume sind versiegelt und werden auch nicht benötigt, um die beiden Gruppen zu betreuen. „Kurzum: Die Stadt freut sich, dass der Betrieb am Standort Oestringfelde wieder aufgenommen werden kann“, so Böhling.

Das bedeutet auch, dass die neue, dritte Gruppe in der Kinderkrippe Jungfernbusch wie geplant starten kann. Für die Zukunft und an allen Standorten werden Maßnahmen ergriffen, damit sich ein Schadensfall wie in Oestringfelde mit seinen Negativauswirkungen nicht mehr wiederholt, verspricht Böhling.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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