Schortens - Die SPD/FDP-Gruppe ist im Schortenser Finanzausschuss mit ihrem Antrag gescheitert, den gerade im Rohbau befindlichen und von der Stadt Schortens finanzierten Kita-Neubau Jungfernbusch zu stoppen und für den Weiterbau den Landkreis Friesland in die Pflicht zu nehmen. Denn der Kreis ist nach der Kündigung des Kita-Vertrags ab August 2023 für die Kinderbetreuung in Schortens zuständig und wird später auch für die neue ev. Kita Jungfernbusch als Träger zuständig sein.

Die SPD/FDP hätte die Kitas gern weiter in städtischer Hand behalten – die Mehrheit im Rat hatte im Sommer jedoch anders entschieden. „Wenn wir nun schon die Aufgabe los sind, dann wollen wir auch die Kosten für die Gebäude loswerden“, sagte Detlef Kasig (SPD). Rund vier Millionen Euro investiert die hochverschuldete Stadt in den Kita-Neubau, in dem später einmal 125 Kinder betreut werden sollen.

Ingbert Grimpe (Grüne) lehnte das Ansinnen der SPD/FDP-Gruppe ab: „Wir brauchen eine faire Lösung für beide Seiten, also für die Stadt und den Landkreis. Auch Gruppenpartner Axel Homfeldt (CDU) lehnte einen Ausstieg aus dem Kita-Weiterbau als „unfreundlichen Akt“ ab. Wie mit den Kita-Immobilien künftig verfahren wird, ist weiterhin nicht geklärt. Einige Bürger hielten es zudem für falsch, den Kita-Vertrag zu kündigen, ohne diese Frage zuvor beantwortet zu haben.