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Kita-Leiterinnen in Friesland schlagen Alarm „Neues Kindertagesstättengesetz ist zum Heulen“

Zetel/Dangastermoor - Die Leiterinnen der evangelischen Kindertagesstätten in Zetel und Dangastermoor kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas. „Wir können nicht unter den Bedingungen arbeiten, die seit fast dreißig Jahren bestehen“, sagt Maren Strey, Leiterin des Kindergartens Regenbogenfisch in Zetel. Zu wenige Fachkräfte in den Gruppen, zu wenig Platz für die Kinder und zu wenig Zeit für Dokumentationen und Elterngespräche sind nur einige der Probleme im Alltag der Erzieher und Erzieherinnen.

Festgehalten sind die Regelungen, wie der Alltag in Kindergärten aussieht, im Kindertagesstättengesetz. Das ist 27 Jahre alt. Nun soll ein neues Kindertagesstättengesetz vom Land Niedersachsen auf den Weg gebracht werden. „Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht aber weder mehr pädagogisches Fachpersonal in den Gruppen vor, noch höhere Verfügungszeiten für die Erzieherinnen oder mehr Zeit für Leitungsaufgaben. Das ist zum Heulen“, sagt Maren Strey.

Hohe Anforderungen

Das bestehende Kindertagesstättengesetz ist aus dem Jahr 1993. Doch seitdem hat sich viel getan. „Die Anforderungen in der frühkindlichen Bildung haben sich in den letzten Jahren stark verändert und sind stark gewachsen. Was aber geblieben sind, sind die Rahmenbedingungen mit denen die Erzieherinnen und die Leiterinnen diese Anforderungen erfüllen sollen“, erklären stellvertretend für den evangelischen Leitungskonvent Imke Viebach, Leiterin ev. Kita Dangastermoor und Maren Strey. Die Leiterinnen der evangelischen Kindertagesstätten im Landkreis Friesland haben die Familien mit ins Boot geholt und machen auf das geplante neue Kindertagesstättengesetz aufmerksam. „Zahlreiche Karten mit Bitten um bessere Rahmenbedingungen und persönlichen Worten kamen von den Eltern und Erzieherinnen in den Kitas zusammen. Sie werden nun an Olaf Lies verschickt.“

Mehr Erzieher

„Wir brauchen eine dritte feste Fachkraft in jeder Gruppe, oder die Anzahl der Kinder pro Gruppe muss reduziert werden. Bis zu 25 Kinder auf zwei Kollegen, das ist zu viel“, sagt Maren Strey. „Was außerdem dringend nötig ist, ist eine Erhöhung der Verfügungsstunden für die Erzieherinnen, damit sie die Dokumentation schaffen können und Zeit für Elterngespräche haben. Es ist vieles nur leistbar, weil die Kollegen über ihre gesetzliche Arbeitszeit hinaus engagiert sind.“

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales
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