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Kirche in Sande Neue Gottesdienstreihe „3 nach 6“ startet – Neues Format verspricht Abwechslung

Annette Kellin
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Sande lädt zum ersten Feierabendgottesdienst für Freitag, 2. Februar, um „3 nach 6“ ein. Pastorin Franziska Kempcke,  Musiker Detlef Hurling und ein Team von Ehrenamtlichen freuen sich auf viele Besucher.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Sande lädt zum ersten Feierabendgottesdienst für Freitag, 2. Februar, um „3 nach 6“ ein. Pastorin Franziska Kempcke, Musiker Detlef Hurling und ein Team von Ehrenamtlichen freuen sich auf viele Besucher.

Annette Kellin

Sande - Glücksmomente, Liebesbotschaften, Wohlfühlatmosphäre, das sind die Komponenten für den ersten „3 nach 6 Feierabendgottesdienst“ in Sande. „Wir werden alte Formen aufbrechen, eine neue Art des Gottesdienstes probieren – eine Form, die das Feiern betont“, sagt Pastorin Franziska Kempcke. Unter dem Thema „Alles in Liebe“ wird dabei die Losung aufgegriffen, unter der die evangelische Kirche das Jahr 2024 stellt, eingeladen sind alle für Freitag, 2. Februar, um „3 nach 6“, also drei Minuten nach 18 Uhr in das Gemeindehaus, Hauptstraße 72 in Sande.

Revolution 1526

„Der Gottesdienst, den wir üblicherweise feiern, geht auf Martin Luther zurück. Das war damals eine Sensation, sogar eine Revolution als 1526 die „Deutsche Messe“ entstand“, berichtet Kempcke. Bis dahin verstanden die Besucher im Gottesdienst nämlich meist kein Wort – die Messe wurde auf Latein gelesen. Mit Luther war es den einfachen Bürgern und Arbeitern erstmals möglich, überhaupt zu hören und zu verstehen, was da gesprochen wurde. Damals eine Revolution, denn erstmals verstanden die Menschen, was Jesus zum Beispiel von Knechtschaft und Unterwerfung hielt.

„So revolutionär wird es bei uns nicht werden. Auch wenn viele, die sporadisch zum Gottesdienst kommen, mit den alten Formen nicht mehr viel anfangen können. Und man muss auch unglaublich viel wissen über Liturgie, was kommt wann, was sagt wer – ich weiß, dass sich viele dabei nicht wohlfühlen“, so die Pastorin.

Mit einem großen Team hat sie nun den ersten Gottesdienst in ganz neuer Form vorbereitet. Zu Beginn trifft sich alles an der Bar, es gibt ein Getränk, man kann Kontakte knüpfen oder Freunde treffen. Es folgt ein inhaltlicher Impuls, Musik mit der Sängerin Jennifer Popken und Gitarristin Friederike Peschel, die Kirchencombo mit Christa Czelinski, Astrid Kasjens und Detlef Hurling musiziert ebenfalls.

Mehr Abwechslung

Das Thema „Liebe“ macht den Auftakt zu einer möglichen neuen Reihe, bei der auch unterschiedlichen Musikrichtungen zum Tragen kommen können. Dabei soll der bisherige Gottesdienst sonntags um 10 Uhr nicht entfallen, denn der sei bei etlichen Menschen sehr beliebt. „Aber wir erreichen damit nur einen Teil der Menschen, einen Teil, der auch weniger wird“, sagt die Pastorin. Deshalb soll es zukünftig mehr Abwechslung geben.


Franziska Kempcke freut sich besonders über das Team. „Sonst stehe ich immer allein vorne, muss mich allein vorbereiten. Das ist jetzt ganz anders. Und ich freue mich auf die besondere Musik. Und zum Schluss auch auf ein kühles Bier und etwas Fingerfood an der Bar, denn das gehört zum Feiern auch dazu.“ Detlef Hurling, in der Kirchengemeinde für die Musik zuständig, freut sich auf viele Menschen, die sonst wenig in der Kirche zu sehen sind. „Spannend wird auch das ganz andere Musikkonzept“, meint er. Das ganze Team ist gespannt wie das neue Format ankommt – statt sonntags um zehn nun freitags kurz nach Feierabend, statt Liturgie ein lockeres Beisammensein mit inhaltlichen Impulsen und moderner Musik, statt andächtiger Stille fröhliche Feierstimmung. Und wieso gerade 3 nach 6? „Einfach weil’s passt und weil es sich so besser einprägt“, sagt Franziska Kempcke schmunzelnd.

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