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Kirchengemeinde Schortens „Ohne Veränderungen sind wir 2025 pleite“

Annette Kellin
Pastor Thomas Anders (von links), Dirk von Thülen und Peter Trester berichteten von Veränderungen bei den Gebäuden der evangelischen Kirchengemeinde Schortens.

Pastor Thomas Anders (von links), Dirk von Thülen und Peter Trester berichteten von Veränderungen bei den Gebäuden der evangelischen Kirchengemeinde Schortens.

Annette Kellin

Schortens - Dirk von Thülen brachte das Dilemma auf den Punkt: „Ohne Veränderungen sind wir 2025 pleite.“ Der Vorsitzende des Bauausschusses im Gemeindekirchenrat der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schortens hatte zuvor gemeinsam mit Peter Trester, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und mit Pastor Thomas Anders die Pläne vorgestellt, nach denen sich die Kirchengemeinde schon bald von einer Reihe von Immobilien verabschieden wird. Das Ensemble um die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche soll dagegen zu einem neuen Gemeindezentrum mit Versammlungsmöglichkeiten und Verwaltungsräumen ausgebaut werden.

Der Gemeindekirchenrat berät bereits seit längerem zu diesem Thema, zunächst hinter verschlossen Türen. Im September hatten die Vertreter und eine beauftragte Architektin dann erste Pläne der Presse vorgestellt, im Anschluss fand ein Gemeindefest statt, bei dem auch ein Informationstisch eingerichtet war. Einigen Mitgliedern der Kirchengemeinde gefiel die Wahl der Kommunikation nicht, sie hatten jetzt in einem Brief eine Gemeindeversammlung gefordert.

Das Vorgehen

Dirk von Thülen erläuterte das Vorgehen. Man habe zunächst nur die Pläne beim Gemeindefest vorgelegt und Gelegenheit geben wollen, sich bereits mit den Gedanken vertraut zu machen und Raum für weitere Anregungen geben wollen. Andererseits warte man dringend auf Rückmeldung vom Oberkirchenrat aus Oldenburg, denn „wenn es von dort keine Zustimmung gibt, dann können wir uns das alles finanziell gar nicht leisten.“ Erst dann habe man eine Gemeindeversammlung einberufen wollen. Das sahen etliche Gemeindemitglieder anders, sie wollen künftig früher eingebunden werden.

Diskussion teilweise hitzig

Die Diskussion verlief streckenweise ziemlich hitzig, vor allem einer Entweihung der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, um sie zum Gemeinderaum umzugestalten, stehen viele kritisch gegenüber. Dafür gebe es aber keine Alternative, so von Thülen, die Energiekosten für die Kirche seien nicht mehr tragbar.

Künftig soll es in Schortens nur noch eine Predigtstelle geben: die St. Stephanus-Kirche. In Heidmühle kann der Gemeinderaum auch für Gottesdienste genutzt werden, in Roffhausen wird es einen Multifunktionsraum geben, die Kirche wird entweiht, das Pfarrhaus verkauft. Weiterhin sollen das Martin-Luther-Haus und die drei dahinter liegenden Grundstücke sowie das Gemeindehaus und das Pfarrhaus an der Kirchstraße veräußert werden. Als Pfarrhaus bleibt das soeben kernsanierte Gebäude an der Oldenburger Straße erhalten.


Auch jetzt betonten Anders, Trester und von Thülen mehrfach, dass noch nichts „in Beton gegossen“ sei. Anregungen seien jederzeit möglich, gerne an jedem ersten Dienstag im Monat im Gemeindekirchenrat (19.30 Uhr im Gemeindehaus Kirchstraße 2, öffentliche Sitzungen) oder auch bei jedem Mitglied des Gemeindekirchenrates.

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