Zetel - Wiebke Grolman ist seit 1. Dezember 2022 Zetels erste Klimaschutzmanagerin. Für den Posten hat die Gemeinde eine neue Stelle geschaffen, für zwei Jahre lang gefördert vom Bund. In der Wehdegemeinde kümmert sich Grolman in dieser Zeit um ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde und hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger und Bürgerinnen. Ihre Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet.
Fachkraft
Für die 24-Jährige ist es der Berufseinstieg nach dem Bachelor-Studium. Zuvor hatte sie Nachhaltigkeitsökonomik an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg studiert. „Sie passt toll in unser Team“, ist sich Bürgermeister Olaf Oetken sicher: „Das fachliche stimmt sowieso und das menschliche auch.“
Für ihren neuen Job ist Grolman jetzt extra in die Wehdegemeinde gezogen. „Es ist mir wichtig, dass ich, wenn ich etwas bewegen möchte, auch hier wohne“, erläutert Wiebke Grolman. In ihrer neuen Heimat ist sie mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs, ein Auto hat sie nicht.
Vielfältige Aufgaben
Als Klimaschutzmanagerin wird Grolman an den Sitzungen des Umweltausschusses teilnehmen und bei Bedarf den Rat beraten. Außerdem soll sie ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde erstellen. Aktuell verschafft sie sich einen Überblick über die bereits aktiven Verbände und Personen. Das Ziel der Gemeinde ist es, Klimaschutz konkret anzupacken: „Es geht nicht immer um hochgestochenen Themen, sondern auch um die kleinen praktischen Dinge“, bringt es Oetken auf den Punkt.
Auf der Website der Gemeinde ist Wiebke Grolman unter dem Reiter „Wirtschaft/Bauen“ und dann weiter unter „Umwelt und Klima“ zu finden. „Die Seite möchte ich hauch noch weiter mit Leben füllen“, sagt Grolman. Wer Fragen zu Förderungen hat oder Ideen für den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes mit einbringen möchte, kann sich an Wiebke Grolman wenden. Sie ist telefonisch unter Tel. 04453/935227 oder per E-Mail
Klimaschutzkonzept
„Der erste Schritt für das Klimaschutzkonzept ist die Erfassung des Ist-Zustands“, so Wiebke Grolman. Im letzten halben Jahr ihrer Amtszeit soll sie dann einen sogenannten Maßnahmenkatalog für das neue Klimaschutzkonzept erstellen. Dabei geht es darum, konkrete Ziele zu setzen und eine Perspektive für die nächsten 10 bis 15 Jahre zu schaffen. Vielleicht kann die Gemeinde innerhalb der nächsten zwei Jahre schon die ersten Maßnahmen umsetzen. Das könnten unter anderem Workshops mit Bürgern, Projekte an Schulen, Wärmenetze oder Gebäudesanierungen sein, so Grolman.
In Sachen Umweltschutz ist die Gemeinde Zetel kein unbeschriebenes Blatt: Es gibt die Gemeindeökostrom-Zetel-GmbH, bei Bauvorhaben achtet die Gemeinde auf ökologische Maßstäbe und auch bei dem Projekt „Sternenfunkeln über Friesland“ ist die Gemeinde mit dabei. „Super, das hier schon so viel gemacht wird“, freut sich die frisch gebackene Klimaschutzmanagerin.
