Varel - Nur ein gemeinsamer Klinik-Neubau und eine enge Kooperation des Klinikums Wilhelmshaven und der Friesland-Kliniken führe perspektivisch in die Zukunft. Das erklärten jüngst die CDU-Fraktionen aus Friesland und Wilhelmshaven und favorisierten einen Standort an der Grenze von Kreis und Stadt. Mit ihrem Vorstoß sorgten sie nicht nur an den Klinik-Standorten in Wilhelmshaven, Sande und Varel für Gesprächsstoff.
Verschlechterung der Versorgung befürchtet
Aus Sicht der Wählergemeinschaft „Klare Kante“ in Varel wäre eine Klinik an der Grenze zwischen Friesland und Wilhelmshaven eine nicht hinnehmbare Verschlechterung für die Menschen. Selbst wenn das Hospital in Varel bestehen bleiben würde, wäre es nur noch eine Art Gesundheitszentrum mit ambulanten Angeboten, fürchtet die Wählergemeinschaft angesichts der CDU-Idee.
Schlaganfall-Abteilung gefordert
„Die Stadt muss aber ihr Krankenhaus der Regelversorgung behalten. Ein Standort am Autobahnkreuz Wilhelmshaven würde für die Menschen im Süden Frieslands eine erhebliche Verschlechterung bedeuten: Für Vareler Bürger wäre ein solches Krankenhaus auf der Grenze zwischen Kreis und kreisfreier Stadt genauso weit entfernt wie die Oldenburger Kliniken oder das Krankenhaus in Westerstede. Das ist zu weit, wenn es mit ärztlicher Versorgung wirklich schnell gehen muss“, hieß es. Viel wichtiger wäre es, so konstatierte Sprecher Uwe Cassens, „neben der ausgesprochen guten geburtshilflichen Abteilung eine weitere Exzellenzabteilung“ zu etablieren – das wäre aus seiner Sicht eine Stroke Unit, also einer Schlaganfall-Station, hier bestehe „ein realer Bedarf“.
Wenn Neubau, dann in Varel
Schlussendlich trete „Klare Kante“ aber mit allen anderen politischen Kräften in Varel dafür ein, dass das Vareler Krankenhaus bleibt – oder ein der von den CDU-Fraktionen Friesland und Wilhelmshaven angedachte Neubau in der Nähe der Autobahnabfahrt in Varel entsteht.
