Das sogenannte Heiligtum, ein Mini-Wäldchen am Klosterpark Oestringfelde, ist durch eine zwölfte Linde komplettiert worden. Der Vorgängerbaum war vor zwölf Jahren eingegangen und entfernt worden. Die Bauhofmitarbeiter Klaus Franzen und Dennis Nagel haben den jungen Baum vorsichtig in den Boden eingesetzt, sagte Johannes Peters, Vorsitzender des Heimatvereins Schortens von 1929, der sich um die Anlage kümmert. In der Mitte des „Heiligtums“, das nach seiner Meinung für Lesungen, Musik und Vorträge ideal sei, wächst eine Eiche. Aber: „Die Stadt Schortens sollte sich mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises abstimmen, wie Wildwuchs zu entfernen ist“, fügt Peters hinzu. Das „Heiligtum“ hat eine jahrhundertelange Geschichte, deren Ursprünge nicht geklärt sind. Vielleicht war es eine altheidnische Thingstätte oder ein mittelalterlicher Versammlungsort. Dort stand bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Eiche, die bis zu 600 Jahre alt gewesen sein soll. 1934, in der Nazi-Zeit, wurde die Stätte „wiederbelebt“. Nach 1945 geriet sie in Vergessenheit und ist heute ein Naturdenkmal.
Klosterpark Oestringfelde „Heiligtum“ ist wieder komplett
Klaus Franzen (links) und Dennis Nagel vom Bauhof pflanzen im „Heiligtum“ eine neue Linde.
Bild: Henning Karasch
