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Konrad-Adenauer-Straße in Schortens Anwohner kämpfen um Erhalt ihres Spielplatzes

Spielplatz-Demo an der Konrad-Adenauer-Straße: Viele Anlieger und Kinder wollen den Erhalt.

Spielplatz-Demo an der Konrad-Adenauer-Straße: Viele Anlieger und Kinder wollen den Erhalt.

Atto Ide

Schortens - Bislang gab es lediglich Unmut um die Reihenfolge und den mehrfach nach hinten verschobenen Zeitpunkt einer Sanierung des Spielplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße im Wohngebiet Hohe Gast. Inzwischen hat die SPD/FDP-Gruppe sogar gefordert, diese Fläche gar nicht mehr zu sanieren, sondern als Bauplatz zu verkaufen. Die Anlieger an der Konrad-Adenauer-Straße sind entsetzt und haben inzwischen eine Petition zum Erhalt und zur Aufwertung ihres Spielplatzes gestartet. Am Samstag hatten die Bürger zu einer Infoveranstaltung vor Ort eingeladen, um für Unterstützung zu werben. Zahlreiche Anwohner schauten vorbei, um zu zeigen, wie wichtig ihnen der Spielplatz ist.

An Versprechen erinnert

Darunter auch Axel Homfeldt, Maximilian Striegl und Stephan Schulze als Vertreter der Schortenser CDU-Fraktion. Die hat in den Fachausschüssen der vergangenen Monate immer wieder bemängelt. dass der Platz an der Konrad-Adenauer-Straße hinten runter zu fallen droht und hat ihre Ratskollegen und die Verwaltung an ihr Versprechen erinnert: „Der Schortenser Rat hat 2014 beschlossen, diesen Spielplatz zu sanieren und dieser Beschluss ist ein Versprechen an die Anwohner“, erklärte Fraktionsvorsitzender Axel Homfeldt den Mitbürgern. „Wir können es uns nicht leisten, das Vertrauen der Anwohner zu verspielen.“ Für Homfeldt ist es ganz klar, dass die Stadt ihrer Verpflichtung nachkommen muss: „Es werden viele große Projekte in dieser Stadt angepackt. Da sollte man bei einem relativ kleinen Projekt nicht wortbrüchig werden.“

Der Spielplatz-Plan

Noch sieben Spielplätze will die Stadt Schortens in den nächsten drei bis dreieinhalb Jahren sanieren. Das hier ist die aktuell gültige Prioritätenliste:

2022: die Spielplätze Hasenweide in Oestringfelde und Helmsundstraße im Inselviertel – 100 000 Euro stehen bereit.

2023: Im Inselviertel folgen dann die Spielplätze Lange­ooger Straße als Hauptspielplatz und Mellumstraße. Kosten: 108 000 Euro.

2024: Weiter geht’s mit den Spielplätzen Peter-Grave-Straße in Grafschaft und Adlerstraße in Accum. 70 000 Euro sind dort vorgesehen.

2025: Den Abschluss bildet (bislang) der große Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße. Die Kosten sind noch offen.

Für alle Spielplätze ist eine Elternbeteiligung vorgesehen. Zur beschleunigten Umsetzung sollen alle Plätze mit einer Grundausstattung versehen werden, damit man sich nur noch um die Highlights kümmern muss.

Die Petition zum Spielplatzerhalt haben schon 300 Unterstützer unterzeichnet. „Der Platz ist besonders wichtig, weil er gerade für kleine Kinder geeignet. Ein Bolzplatz oder eine Skateranlage, die es in der Nähe gibt, sind für kleine Kinder realitätsfern“, hebt Thomas Freimann hervor. „Auch für die Erwachsenen ist der Platz ein wichtiger Ort, wo man sich treffen kann. Und da wird er ebenso genutzt.“ Um andere Spielplätze etwa am Junkernberg, in der Alsterstraße oder am Marienhof zu erreichen, müssten Straßen genutzt werden, die stark von Autos befahren sind. „Der Spielplatz an der Konrad-Adenauer-Straße ist nicht nur Treffpunkt der Kinder in diesem Quartier, den sie gefahrlos erreichen können, sondern er ist auch die Grundlage für ein soziales Miteinander und ein Erholungsraum für die Anwohner“, sagte Freimann.

Warum nicht beide?

Die SPD/FDP hatte vor kurzem zu ihrem Antrag erklärt, dass in dem Wohnquartier Hohe Gast mit dem 2018 sanierten Spielplatz Marienhof und dem jetzt fertiggestellten Spielplatz an der Heinrich-Lübke-Straße zwei attraktive Spielplätze in knapp einem Kilometer Luftlinie vorhanden seien.

Der Platz an der Konrad-Adenauer–Straße wäre somit der dritte in diesem Quartier, während es besonders in den nun neu entstehenden Wohnquartieren am Klosterweg noch kein solches Angebot gebe. Die SPD/FDP hatte stattdessen einen ganz neuen Spielplatz im Bereich Höpkenmoor vorgeschlagen.

Beraten werden soll der Antrag der SPD/FDP voraussichtlich am 24. März im Ausschuss für Schule, Jugend und Sport. Für viele Bürger sollte es in dieser Frage aber kein „Entweder - oder“ geben. Sondern ein „Sowohl, als auch“.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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