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KONSTITUIERENDE RATSSITZUNG 35 Köpfe müssen Köpfchen beweisen

Personalien rund um den neuen Schortenser Stadtrat: vorsitz und ausschüsse

Neue Ratsvorsitzende

ist Heide Bastrop (CDU). Bastrop wurde auch als stellvertretende Bürgermeisterin wiedergewählt. Gegenkandidat Michael Fischer (SPD) erhielt nur zehn Stimmen. Stellv. Ratsvorsitzende ist Doris Wolken.

Verwaltungsausschuss

: Heide Bastrop (Vorsitz, CDU), Ralf Thiesing, Janto Just, Elfriede Schwitters, Doris Wolken, Peter Torkler, Udo Borkenstein, Michael Fischer.

Schul-, Jugend und Sozialausschuss:

Susanne Riemer (Vorsitz, SPD), Sabine Mietz-Hüttel, Henrik Ufken, Helena Kathmann, Axel Homfeldt, Heinz Knefelkamp, Elfriede Schwitters, Doris Wolken und Mike Schauderna.

Ausschuss für Sport, Kultur, Tourismus:

Thomas Eggers (Vorsitz, CDU),

Axel Homfeldt, Heinz Knefelkamp, Doris Wolken.

Jörg Limberg, Peter Eggerichs, Karl-H. Groenhagen, Uwe Salz, Utta Schüder.

Finanzen und Wirtschaft:

Horst-Dieter Freygang (Vorsitz, CDU), Manfred Schmitz, Janto Just, Wilfried Sutorius, Dieter Köhn, Peter Eggerichs, Jörg Limberg, Henrik Ufken, Mike Schauderna

Planungsausschuss:

Anne Bödecker (Vorsitz,SPD), Bernhard Jongebloed, Wolfgang Ottens, Dr. Almut Eickelberg, Elfriede Schwitters, Dieter Köhn, Manfred Buss, Joachim Müller, Utta Schüder.

Bauen und Umwelt:

Wilfried Sutorius (Vorsitz, FDP), Claudia-Andrea König, Thomas Eggers, Peter Gamperl, Dieter Köhn, Manfred Buss, Joachim Müller, Sabine Mietz-Hüttel, Dr. Günther Lotz.

Dem Rat

gehören zehn Frauen und 25 Männer an. Jüngstes Ratsmitglied ist Henrik Ufken (21,SPD)

Der neue Schortenser Rat nimmt die Arbeit auf. Der Bürgermeister appelliert zu „weisen und weitblickenden“ Entscheidungen.

Von Oliver Braun

SCHORTENS - „Hiermit eröffne ich die konstruierende Ratssitzung.“ Joachim Müller (SPD), mit 72 Jahren sozusagen der Alterspräsident des Schortenser Rates, hatte mit einem netten Versprecher, dem doch viel Wahrheit innewohnt, die Ratsvertreter zu ihrer ersten Zusammenkunft in neuer Runde begrüßt. In der Tat war für die Parteispitzen in den vergangenen Wochen einiges zu konstruieren, bis sich der Rat nun konstituieren konnte.

Die alte Mehrheitsgruppe musste dicke Löcher bohren und für die neue Mehrheitsgruppe eine Brücke bauen, die die Wählergruppe BfB zu tragen imstande ist. Diese kann nach dem Wahlerfolg selbstbewusst auftreten und ist immerhin einen Sitz schwerer geworden. Schon einmal, von 1996 bis 2001 hatte es eine solche Konstellation im Schortenser Rat gegeben, als sich CDU und FDP mit den Wählergruppen UWG und BfB zu einer Mehrheitsgruppe aus vier Partnern zusammenschlossen.

Diesmal jedoch gibt es einen kleinen Unterschied: Nicht etwa die CDU, sondern die SPD ist mit zwölf Sitzen stärkste Fraktion geworden. Doch die neue Konstruktion von Mehrheiten sorgt nun dafür, dass der stärksten Gruppe nichts weiter bleibt, als erneut zähneknirschend die Rolle der Opposition zu übernehmen. „Das ist ärgerlich, aber leider nicht zu ändern“, grämt Peter Torkler, der alte und neue Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Mal sehen wie lange diese Konstruktion hält“, heißt es bei den Sozialdemokraten.


Dass die einzelnen Bauteile CDU, FDP, UWG und BfB in den kommenden fünf Jahren einiges auszuhalten haben werden, davon darf getrost ausgegangen werden. Zu oft haben sich in der Vergangenheit vor allem CDU und BfB behakt, als dass man dieser Gruppe schon jetzt bedenkenlos die Prüfplakette für die volle Wahlperiode ausstellen könnte. Gut möglich aber auch, dass der vermeintlich labile Bau dem Gegenwind von links standhalten kann.

Entscheidend ist nun, dass sich die Parteien und Gruppen an die Arbeit zum Wohle der Stadt machen, und „weise und weitblickende Entscheidungen“ treffen, wie es Bürgermeister Gerhard Böhling bei der konstituierenden Sitzung forderte.

Mit dem Bau des Jade-Weser-Port und den Industrieansiedlungen in Wilhelmshaven kommen auch auf Schortens in den nächsten Jahren herausragende Entscheidungen zu. Der von allen Gruppen angekündigte Ausbau der Kinderbetreuungsangebote, die Stärkung des Tourismus und des Handels und vor allem die Haushaltskonsolidierung sind gewichtige Brocken, die die Ratsmitglieder gemeinsam stemmen müssen.

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