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Festkonzert in Varel Intensives Klangerlebnis sorgt für Begeisterung

Feierlicher Moment: das gemeinsame Singen der Nationalhymne beim Festkonzert in der Vareler St.-Bonifatius-Kirche am Tag der Deutschen Einheit 2022

Feierlicher Moment: das gemeinsame Singen der Nationalhymne beim Festkonzert in der Vareler St.-Bonifatius-Kirche am Tag der Deutschen Einheit 2022

Privat

Varel - Diese Klänge sorgten für Begeisterung. Mehr als 200 Gäste kamen jüngst bei schönstem Herbstwetter zum nachmittäglichen Konzert in die St.-Bonifatius-Kirche in Varel. Im Programm, das von 50 Musizierenden gestaltet wurde, waren vokale und instrumentale Highlights von Komponisten aus norddeutschen Bundesländern. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Thomas Honickel.

Helgoland-Bezug

Eröffnet wurde das Konzert am Tag der Deutschen Einheit vom Kinderchor „Die Friesenspatzen“, der mit drei Liedern des Helgoländers James Krüss erfolgreich sein Debüt gab. Der Gesang der knapp 20 Grundschulkinder wurde nicht nur von den anwesenden Eltern bejubelt. Beendet wurde dieses Festkonzert, das Teil der Reihe „Konzerte im Norden“ ist, mit dem „Lied der Deutschen“, geschrieben ebenfalls auf Helgoland bei einem Sommerurlaub des Wolfsburgers Hoffmann von Fallersleben.

Dazwischen gab es Vokales und Instrumentales in gewichtigen Kompositionen zu hören. Besonders erwähnenswert sind die beiden Auszüge aus Brahms „Deutschem Requiem“ mit Ida Grotke und Michal Hoffmeyer als souveränen Sachwaltern der Soli und den subtilen Stimmen des hochengagierten Klangensembles Oldenburg. 

Die Romanzen von Max Bruch (Christoph Rabbels/Viola) und Robert Schumann (Sarah Gärtner/Oboe) kamen ebenso klangvoll und intensiv daher wie die Wasserfluten der Dammbruch-Ballade „Johanna Sebus“ von Goethe/Zelter. Ein selten aufgeführtes Stück, das gerade den Bezug zu den Menschen, die im Norden an Deichen leben, anschaulich herstellte. Virtuos am Klavier spielte hierbei Akiko Kapeller. Bernadette Hemmersbach und Sonja Honickel lieferten als Moderatorinnen zahlreiche wissenswerte Details zum Umfeld der aufgeführten Werke.

Am Ende gab es dann ein gemeinsames Finale mit dem Publikum („Der Mond ist aufgegangen“), während die Herbstsonne durch die Fenster fiel und den Raum mit Farben flutete. Zugaben. Bravi. Ovationen. Beglückte Gesichter in den Bänken.


Blick voraus

Die Reihe „Konzerte im Norden“ wird in dieser Saison fortgesetzt mit dem Mitsingkonzert „Winterträume“ am 3. Dezember, an dem gleich zwei Vareler Ensembles beteiligt sind: die „Friesenspatzen“ und der Frauenchor „Choriander“ werden mit dem Publikum in St. Bonifatius singen.

Am 17. Dezember gibt es dann das traditionelle, festliche Weihnachtskonzert des Klangensemble Oldenburg mit oratorischen Werken aus England und Frankreich: „Xmas – Noel“. Neben einem Solistenquintett wird erstmals auch das Kammerorchester „St. Anna Bardenfleth“ beteiligt sein.

Im März 2023 führen die identischen Interpreten das „Requiem“ von Gabriel Fauré auf.

Im Juni folgt dann noch die halbszenische Aufführung „Das Tal der Obstbaumblüten“ durch die „Friesenspatzen“ und ein die Saison beschließendes Sommerkonzert mit Jazz, Pop, Musical und Filmmusik durch das neu gegründete Ensemble „Choriander“.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Anmeldungen werden per E-Mail erbeten unter thomas.honickel@web.de.

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