Varel - Kann die medizinische Versorgung in der Region künftig nur gelingen, wenn in Sachen Kliniken völlig neu gedacht wird? Wenn vielleicht die Kliniken Wilhelmshaven und Friesland fusionieren – eventuell sogar an einem einzigen Standort? Es sind Gedankenspiele der CDU-Fraktionen in Wilhelmshaven und Friesland, die in den vergangenen zwei Tagen für viele Schlagzeilen gesorgt haben. Von einigen Politikern wurde die Idee bejubelt, von anderen harsch kritisiert. Und immer wieder steht bei den Debatten die Frage im Raum: Was wird aus den Krankenhäusern in Sande und Varel? Würde diese Idee auf lange Sicht das Aus bedeuten?
CDU Varel billigt und unterstützt die Idee
Die CDU vor Ort in der Stadt Varel, in der bekanntermaßen das St.-Johannes-Hospital steht und das – wie auch immer – wohl betroffen wäre, erklärte dazu: „Wir billigen und unterstützen voll und ganz den Antritt, im Nordkreis ein Zusammengehen der Kliniken in Sanderbusch und Wilhelmshaven, möglicherweise als Neubau an einem neuen Standort, intensiv zu prüfen und zu beraten. Die Umfeldbedingungen haben sich dramatisch verändert: Demographie, Kostendruck, Arbeitsmarkt, Vorgaben aus Bund und Land, sind hier nur einige wesentliche Aspekte, die ein Umdenken erfordern“, so der Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Lars Kühne aus Varel.
Zukunft des Hospitals im Blick
Stadtverbandsvorsitzender Timmy Kruse ergänzt: „Vor dem Hintergrund der Berichterstattung ist aus dem Blickwinkel der CDU Varel ein Aspekt nicht ausreichend beleuchtet worden: Der Krankenhausstandort in Varel steht aus unserer Sicht nicht zur Disposition. Varel braucht, auch langfristig, eine gute medizinische Versorgung vor Ort. Jedoch wird es sehr wohl zu beraten sein, in welchem Umfang diese wertvollen Dienstleistungen zukünftig erbracht werden können. Eine zukünftige Abbildung aller medizinischen Disziplinen in Varel erscheint vor dem Hintergrund der veränderten Bedingungen unrealistisch. Es gilt jetzt, dem Standort Varel parallel zu möglichen Entwicklungen im Nordkreis und Wilhelmshaven hier vor Ort eine zukunftsorientierte Perspektive zu geben.“
